Heizen mit Holz

Aiwanger: Moosthenning ist Vorbild für die Wärmewende

Das Biomasseheizwerk im bayerischen Moosthenning versorgt die Kälberställe und die Futterbereitung des landwirtschaftlichen Betriebs Fuchs sowie zwei Wohngebäude.

Zusammen mit Staatsminister Hubert Aiwanger besuchten rund 85 geladene Gäste am 20. Januar den Hof der Familie Fuchs in Moosthenning. In seiner Ansprache betonte Aiwanger die Bedeutung des heimischen Rohstoffs Holz für die Wärmewende in Bayern: „Bayern ist das Land in Deutschland mit der größten Waldfläche und dem größten Holzvorrat. Anstatt diese Ressource – insbesondere Schad- und Restholz – brach liegen zu lassen, sollten wir sie zur Wärme- und Stromerzeugung nutzen.“ Das Biomasseheizwerk der Familie Fuchs sei vorbildlich und zeige, dass Landwirte Klimaschützer seien.

Wärme aus Restholz

Landwirt Johannes Fuchs erzeugt mit dem Biomasseheizwerk seit dem Jahr 2018 klimafreundliche Wärme. Die Kälberställe und die Futterbereitung des landwirtschaftlichen Betriebs sowie zwei Wohngebäude sind über ein Nahwärmenetz miteinander verbunden, welches vom Biomasseheizwerk versorgt wird. In der Anlage werden Holzhackschnitzel aus Schad- und Durchforstungsholz der umliegenden Wälder eingesetzt. Der Betrieb des Biomasseheizwerks, dessen zwei Kessel eine Nennwärmeleistung von 170 Kilowatt liefern können, spart im Vergleich zu einer Ölheizung Emissionen von jährlich rund 90 Tonnen Kohlenstoffdioxid ein. Beide Kessel sind mit Partikelabscheidern ausgestattet und haben sehr geringe Feinstaubemissionen, die weit unter den bestehenden Grenzwerten liegen.

Das Biomasseheizwerk in Moosthenning wurde durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie im Rahmen des Förderprogramms BioKlima bezuschusst. Bei der Förderung wurde das Projekt durch die Experten des Förderzentrums Biomasse am Technologie- und Förderzentrum (TFZ) begleitet.

Veranstaltungsreihe "Wärme aus Holz"

Dr. Bernhard Widmann, Leiter des TFZ in Straubing, stellte in seinem Vortrag die Veranstaltungsreihe „Wärmewende mit Holz“ vor, die vom Team des Beratungsnetzes LandSchafftEnergie durchgeführt wird. Hierzu finden im Winterhalbjahr 2019/2020 bayernweit 40 Veranstaltungen statt. Im Rahmen der Veranstaltungen können sich interessierte Bürger sowie Beschäftigte von Unternehmen, Landwirtschaftsbetrieben und Kommunen über die effiziente und emissionsarme energetische Nutzung von Holz informieren. Unter anderem geht es dabei um moderne Verbrennungstechniken oder Fördermöglichkeiten für Biomasseheizungen. Die Veranstaltungsreihe findet in diesem Winter bereits zum fünften Mal statt und wird vom Team des Beratungsnetzes LandSchafftEnergie durchgeführt.

Die Redaktion empfiehlt

Auf der Agritechnica präsentierten führende Hersteller ihre Neuheiten zu Hackschnitzel- und Scheitholzkesseln bzw. zur Biomasselagerung und -aufbereitung. Hier ein Überblick.

Pünktlich zur Heizperiode klärt das TFZ mit neuen Informationen über die richtige Bedienung von Kaminöfen mit Scheitholz auf, um unnötige Emissionen zu vermeiden.

Die Novelle der Bioklima-Richtlinie tritt am 1. Januar 2019 in Kraft. Damit fördert der Freistaat Bayern künftig auch kleinere Biomasseheizwerke ab 60 kW Nennwärmeleistung.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen