Energiewende in Bayern

Aiwanger will 300 neue Windkraftanlagen bis 2022

Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger hat beim Energiegipfel Bayern 2019 ehrgeizige Ziele für die Energiepolitik bis 2022 ausgegeben.

Bayern plant ein großangelegtes „Aktionsprogramm Energie“. Bis zum Jahr 2022 soll die Photovoltaik-Leistung durchschnittlich pro Jahr um mindestens 500 Megawatt gesteigert werden. Zudem sollen 300 neue Windkraftanlagen in Bayern entstehen und 3.000 zusätzliche Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung mit insgesamt 500 Megawatt errichtet werden. Das sind die Ergebnisse des bayerischen Energiegipfels 2019, die Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger am Montag (30.09.) vorgestellt hat.

Wärmewende mit Holz und Biogasanlagen

Beim Energiegipfel haben 111 Experten aus 60 Institutionen monatelang gemeinsam Maßnahmen bewertet und Lösungen gesucht. Die Ergebnisse sollen nun in das neue Aktionsprogramm Energie einfließen. Die Bayerische Staatsregierung will dabei vor allem auf den dynamischen Ausbau der regenerativen Energien aus Wind, Sonne und Biomasse setzen. Die Wasserkraft soll stabil auf dem heutigen Niveau bleiben. Aiwanger kündigte an, smarte Energiesteuerungen in sein Programm aufzunehmen und weitere Förderprogramme auf den Weg zu bringen. Bei der Wärmewende setzt der Minister auf das Potenzial von Holz. Die bayerischen Biomasseanlagen sollen bis 2022 einen Anteil von 20 Prozent an der Wärmeerzeugung erreichen.

Bürger, Kommunen und Wirtschaft sollen zusammenkommen

„Die Energiewende ist eine Gemeinschaftsaufgabe, bei der wir alle Kräfte brauchen. Deshalb müssen wir die Bürger vor Ort mitnehmen“, sagte der Minister. „Jetzt ist es an der Zeit, die richtigen Schritte bei der Energiewende zu gehen und partnerschaftlich Bürger, Kommunen und die Wirtschaft zusammenzubringen“, ergänzte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber.

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen sind auf www.energie-innovativ.de/energiegipfel-bayern nachzulesen.

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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Diskussionen zum Artikel

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von Jens Geveke

@Bothe

eine demokratische Mehrheit in Deutschland hat beschlossen, dass Deutschland keine Atomkraft mehr möchte. Aus verschiedensten Gründen, deren Aufzählung wieder nur als Geschwafel bezeichnet werden würde. Diese Entscheidung ist zum Glück nicht mehr zu revidieren. Und ich glaube es gibt keine demokratische Mehrheit in Deutschland, die eine Rückkehr wollen würde. Damit ist das Thema durch. Andere Länder kippen auch Müll ins Meer oder betreiben Fracking. Deswegen muss ich das nicht gut finden oder aus Kostengründen für Deutschland fordern.

von Christian Bothe

AKW

@Geveke,Entschuldigung aber das Geschwafel zum Atomstrom ist langsam unglaubwürdig!!!Warum vertrauen Staaten wie Amerika,Frankreich,Russland,Indien,Tschechien,Türkei usw. auch den AKWs, bauen neue und exportieren diese?Sie sind emissionsfrei und CO2 neutral.Denken Sie mal an die Aussage von Bill Gates zur Atomkraft vor einigen Wochen.Ein Energiemix aus konventioneller und alternativer Energieproduktion sollte uns zukunftsicher versorgen können und das ist für die Entwicklung einer Volkswirtschaft wichtig und nicht dieser ständige Klimaabsolutismus aufgrund nicht nachgewiesener Klimaveränderungen durch CO2.

von Andreas Gerner

Lügen machen Atomstrom nicht besser.

Nachweislich ist Atomstrom eben NICHT CO² neutral, NICHT klimaneutral, NICHT sicher, NICHT unendlich verfügbar, NICHT günstig, NICHT effizient, NICHT Wettbewerbsfördernd, NICHT zukunftstauglich, von der Mehrheit NICHT gewollt und für die Endlagerung wird es wohl NIE eine zufriedenstellende Lösung geben. Ein winziges Fünkchen Verstand reicht aus, um eine Meinung pro Atomstrom auszuschließen.

von Jens Geveke

@Muenzebrock

Atomstrom ist nicht unendlich verfügbar. Uran genügt bei dem derzeitigen Verbrauch inkl. der vermuteten Reserven noch für 100 Jahre. Bauen wir also noch 4 mal soviel Atomkraftwerke dazu, um Kohle, Öl usw. zu ersetzen, um CO2-neutral zu fahren, genügen die weltweiten Reserven noch 25 Jahre. Super Idee!! Abgesehen davon ist der Neubau von Atomkraftwerken kaum noch bezahlbar, dafür sind die erneuerbaren inkl. Speicher mittlerweile zu günstig. Auch China investiert heute mehr Geld in erneuerbare Energien, als in laufende Atomkraftwerkprojekte, Tendenz steigend.

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Warum Ironie?

@ Geveke, diese Frage muss ich mir stellen! - Atomstrom ist der sauberste Strom den es gibt. Er ist unendlich verfügbar, es wird keine Landschaft verschandelt, keine hoch subventionierte regenerative Energie, es gibt keine Stromschwankungen usw.. Sie kennen meine Einstellung zu Windkraftanlagen ohne Speicher!!. Das ist ein absolutes "No-Go". Die Politik fordert teilweise den Ausbau der Windenergie, stellt aber nicht die Frage nach den Speichern!!. Solange diese nicht zwingend, bei der Errichtung einer Anlage, vorgeschrieben sind, ist der weitere Ausbau der Windenergie nicht zielführend!!. Solange nicht ins Netz eingespeister Windstrom bezahlt wird und damit die Verbraucher belastet ist diese Form der regenerativen Energie überflüssig.

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Fehl am Platz

In Bayern Windkraftanlagen zu bauen ist doch wohl ein Scherz. Die Windausbeute beträgt dort nur 1/8 tel des Aufkommens an der Nordsee. Ohne Subventionen ist diese Maßnahme absolut sinnlos und verlustbringend. Windkrafträder passen zu Bayern wie das Okoberfest zur Nordseeküste.

von Jens Geveke

Genau, Herr Bothe, mit den Atomkraftwerken und einem atomaren Endlager würde Herr Söder in Bayern wesentlich besser fahren !! Oder moderner: Er könnte ja die WAA Wackersdorf nochmal neu planen. Dann würden wir die Schrecken der Windkraft nicht erleben...Mit Atomkraft in die Zukunft !! (Ironie off)

von Christian Bothe

Windmüll...

Ob das der Söder übersteht?Anstatt AKWs weiter laufen zu lassen ohne Emissionen verschandelt man das schöne BL Bayern. Andere Länder wie Frankreich,Tschechei u.a. machen es so und verfehlen die Klimaziele nicht.

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