Altmaier setzt sich für Windkraft ein

In dem Streit um den geplanten Stellenabbau beim Hersteller Enercon kommt Bewegung. Jetzt will Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier das Schlimmste verhindern.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) setzt sich für eine Lösung der Krise beim angeschlagenen Windenergieanlagen-Hersteller Enercon ein. Das sagte er gestern in Emden auf seiner „Netzausbaureise“ im Gespräch mit Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) und Vertretern des Betriebsrats von Enercon sowie der IG Metall, wie das Jeversche Wochenblatt in der Ausgabe vom 17. August berichtet. Laut Altmaier sollen jetzt alle Beteiligten an einen Tisch kommen, um sozialverträgliche Lösungen zu erarbeiten. Auch Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann  (CDU) und Umweltminister Lies haben den Beteiligten ihre Unterstützung zugesagt.

Hintergrund ist, dass Enercon aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage im Inland mit der Reduktion von Zulieferverträgen gedroht hat. Gut 800 Arbeitsplätze bei Zulieferern wie WEC Turmbau in Emden oder Magdeburg oder verschiedene Firmen aus der Rotorblattfertigung stehen zur Debatte. Enercon ist der größte deutsche Windkraftanlagenhersteller mit über 27.000 installierten Anlagen weltweit.

Ein Hoffnungsschimmer für die Branche ist, dass das Bundeswirtschaftsministerium jetzt die im Koalitionsvertrag zugesagten Sonderausschreibungen für Windenergie an Land für 2019 und 2020 zügig auf den Weg bringen will. 

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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Diskussionen zum Artikel

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von Andreas Gerner

Lächerlich Nonplusultra!

Erst als Energieminister die Branche ausbremsen ("Die Energiewende kostet 1 Billion"), dadurch Jobs vernichten, dann als Wirtschaftsminister dem Betrieb nicht helfen, sondern nur die arbeitslos werdenden Mitarbeiter auffangen (wenn´s denn überhaupt stimmt und nicht bloß leere Versprechungen sind) und dann dafür tatsächlich die Überschrift "Peter Altmaier setzt sich für Windkraft ein" erhalten. Das ist ja genauso lächerlich wie, bzw. toppt noch Schröders Aussage über Putin: "lupenreiner Demokrat"

von Josef Doll

Einfach den Kohleausstieg vor dem Atomausstieg

Aber das gleicht einem Weltuntergang. Doch wie kann man den Kohleausstieg und den Atomausstieg innerhalb 10 Jahren realisieren ?? Mit dem Kohleaustieg und er Verlängerung der Atomenergie stlägt man 2 Fiegen auf einmal . Durch den Kohleaustieg sofort die Senkung fällt des CO2 Emisionen und zweitens kann der Ausbau der Erneuerbaren stärker forsiert werden !! Aber die Idelogie ............

von Jens Geveke

Das hätte bei jeder EEG-Novellierung einfacher machen können....

jetzt setzt er sich bei Enercon-Entlassenen für eine sozial verträgliche Lösung ein und man akzeptiert den Rückwärtsschritt. In der Lausitz geht sowas nicht, die müssen weiter Braunkohle verbrennen. Ach ja und das Pariser Klimaabkommen halten wir auch ein. Und dann noch über das Chaos in der Energiewende schimpfen, dass nichts zusammen passen würde...

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