Recherche zur Lobbyarbeit

Angebliche Bürgerinitiativen: So arbeiten Energiewende-Gegner

Greenpeace und das Recherteam Europäische Energiewende haben recherchiert, wie Industrievertreter Bürgerinitiativen oder den Naturschutz gegen Windparks vorschieben.

„Blinde Euphorie, Einflüsterungen von Lobbyisten und das Prinzip Hoffnung sind kein Ersatz für faktenbasierte Diskussion und Ehrlichkeit in den Aussagen“, erklärt die Bundesinitiative „Vernunftkraft“ auf ihrer Internetseite und führt Argumente an, warum die deutsche Energiepolitik scheitern muss und das Erneuerbare-Energien-Gesetz abgeschafft werden sollte. Nicht nur „Vernunftkraft“ kritisieren einseitige, „interessengeleitete“ Energiepolitik, es gibt viele Initiativen dagegen wie z.B. die Plattform „www.windwahn.de.

Bürgerinteressen vorgeschoben

Allerdings steckt hinter den angeblichen Umwelt- und Verbraucherschutzinitiativen mehr. „Schaut man sich das Netzwerk der Windkraftgegner genauer an, wird deutlich, dass es sich keineswegs nur um besorgte Bürger oder um etablierte Umweltverbände handelt. Vielmehr treten auch immer wieder fragwürdige Vereine auf, ziehen Rechtsanwälte mit Multifunktionen die Strippen und agieren Industrielobbyisten, die offensichtlich ein politisches Interesse daran haben, die Energiewende auszubremsen“, erklärt der Umweltverband Greenpeace, der verstreute Informationen zu den Akteuren zusammenfasst und dabei auch neue Erkenntnisse zu Tage gefördert hat. Darüber hat in dieser Woche auch der Spiegel in dem Beitrag "Die Anti-Windkraft-Bewegung" berichtet, in dem weitere Bespiele für fragwürdige politische Entscheidungen und Lobbyverflechtungen aufgeführt sind.

Greenpeace: "Ehrliche Kritik ist legitim"

Greenpeace will sich dabei nicht über begründete Windkraftkritik hinwegsetzen: „Klagerechte gehören zur Demokratie – und auch Greenpeace nimmt sie wahr, bei anderen Projekten. Es ist auch nichts dagegen einzuwenden, wenn ein Umweltverband aus Gründen des Vogelschutzes gerichtlich gegen Windräder vorgeht, selbst wenn man persönlich die Güterabwägung anders treffen würde.“ Legitim sei auch, wenn betroffene Anlieger sich wegen der Sorge vor Schlagschatten, Geräuschbeeinträchtigungen oder Verschandelung des Landschaftsbildes gegen eine Planung stemmen. Solche Rechte seien zu respektieren, auch wenn man mit dem Anliegen im Einzelfall nicht sympathisiert.

Gut vernetzte Industrievertreter

Aber stecken hinter den zahlreichen Klagen tatsächlich immer diese plausiblen Motive? Die Recherche zeigt, dass es eine Handvoll von gut vernetzten Multifunktionären der Anti-Windkraftlobby gibt. Sie organisieren bundesweit Klagen, beraten örtliche Bürgerinitiativen und treten auch als Sachverständige bei Parlamentsanhörungen auf. Das Problem dabei ist...

Die Redaktion empfiehlt

Der wegen Betrug beim Bau von Windkraftanlagen angeklagte Hendrik Holt muss nicht ins Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft legt dagegen aber Beschwerde ein.

Der nationale Vogelschutzbericht 2019 zeigt, dass für zahlreiche Vogelarten weniger die Windenergie, sondern das fehlende Nahrungsangebot und der Tourismus schädlich sind.

Umfrage zur Windenergie

Besser als gedacht: Akzeptanz der Windenergie

vor von Hinrich Neumann

Nur eine kleine Minderheit von Windkraftgegnern prägt das Stimmungsbild, zeigt eine Umfrage der Fachagentur Wind. Die Bürger wünschen sich aber mehr Beteiligungsmöglichkeiten.


Diskussionen zum Artikel

von Josef Doll

Die eigene

Vorgehensweise bei anderen Kritisieren da sind dreiste Lügner entlarvt. Mancher Stallbauer kann da ein Lied singen. Und wieso sollen andere nicht eine Hufnasen Fledermaus finden. Der Kommentar des DLF war anerkennend wie man so etwas aus dem Hut zaubern kann.

von Egge Mansholt

Mein Reden

Die Energiewende ist u.a. der Mineralölindustrie ein gewaltiger Dorn im Auge.

von Wilhelm Grimm

Und der Liebling der Stromkonzern,

denn es wird mit der Hilfe von Altmaier die dezentrale Energieerzeugung an die Wand gefahren. Die haben mehr Lobbyisten, wir sind nur die niederste Kaste, wir sind denen lästig.

von Rudolf Rößle

Irrtum

und kleines Fensterwissen, dazu noch fehlende Kommunikation. So läuft der Karren dann den Berg abwärts. Am Beispiel Glyphosat richtig eingesetzt und durch Bodenschonung begründet, zeigt sich die Hysterie. Verbot eines PSM, das richtig eingesetzt, die Umwelt schont und seine ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Insekten- und Bienentod

und die anschließenden Volksbefragungen laufen nach dem gleichen Muster ab. Nun gibt es für uns zwei Möglichkeiten : Verhandlungen wie in Bayern am "Runden Tisch" oder auch den Niedersächsischen Weg, oder man entlarft die Propagandapolitik der Volksbefrager und deren Hintermänner. ... mehr anzeigen

von Georg Summerer

Wer mit Steinen wirft sollte nicht im Glashaus sitzen

Was ist ein Herr Flasbarth oder ein Herr Thumbrink vorher gewesen? Oder eine Svenia Schulze? Es ist wohl unvermeidbar dass Fachleute in ihrem Fachgebiet tätig sind. Gerade Minister sind oftmals ein krasses Beispiel für fachliche "Unbedarftheit". Wenn jemand allerdings verdeckt ... mehr anzeigen

von Christian Kraus

Lobbyismus in der Politik

Ich habe den Eindruck das der allergrößte Teil der Politik nur noch aus Lobbyismus besteht. Da werden berechtigte Argumente vorgeschoben und dann Gesetze gestrickt die das Gegenteil machen. Politik ist für mich schon lange nicht mehr mit meinem gesunden Menschenverstand ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Unsere Demokratie ist aus dem Ruder gelaufen.

Da hat Greenpeace recht. Aber Greenpeace ist auch nicht besser und arbeitet nach der gleichen Methode, wie wir seit "Brent Spar" wissen. Überall wird mit massiver Propaganda versucht, politische Entscheidungen zu beeinflussen, zu manipulieren. Auch bei Englands Abkehr von Europa sind ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Ein Mix

aus Energien ist immer gut. Zudem haben wir mit regenerativen Energien kein Problem der Altlasten und des Klimaschutzes. Zudem sollten Bürgerhilfevereine die Stromerzeugung für zuhause puschen und die Politik sollte den kompletten Eigenverbrauch nicht mehr besteuern. Was ich nicht ... mehr anzeigen

von Erwin Schmidbauer

Da wundert man sich doch etwas...

Der VLAB ist ein anerkannter Verein, der gegen Windkraft ist und sich deshalb vom BUND abgespalten hat. Diesen Verein als "angebliche Umweltschutzorganisation" zu bezeichnen hat schon einen faden Beigeschmack eines Gegners, der die Leistungen dieses Vereins negiert. Ich bin kein Mitglied ... mehr anzeigen

von Leon Blitgen

Naja

Das schreibt Greenpaece! Das kann man genau so gut umdrehen!

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