Energiestatistik

Anteil der Erneuerbaren sinkt, Emissionen steigen

Im ersten Halbjahr sank der Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch von 17,7 auf 16,8 %. Das gefährdet die Klimaziele.

Die erneuerbaren Energien verminderten ihren Beitrag zum Primärenergieverbrauch im 1. Halbjahr um insgesamt 1 %und konnten damit am Anstieg des Gesamtverbrauchs nicht teilhaben, was zu einem Rückgang des Anteils am gesamten Energieverbrauch (Energiemix) auf 16,8 %(Vorjahreszeitraum 17,7 Prozent) führte. Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) zeigen:

  • Die Wasserkraftwerke konnten um 5 % zulegen.
  • Bei der Windenergie kam es zu einem Minus von 20 % im Vergleich zum windstarken Vorjahr.
  • Der Beitrag der Solarenergie blieb trotz des Anlagenzubaus stabil.
  • Die Biomasse verzeichnete temperaturbedingt ein Plus von 6 Prozent.
  • Der Ersatz von regenerativ erzeugtem Strom durch Strom aus fossilen Energiequellen führte im 1. Halbjahr nach Berechnungen der AG Energiebilanzen zu einem Anstieg der CO2-Emissionen um 6,3 %.

BEE: Ökostromlücke droht

Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) sieht die Zahlen mit großer Sorge und fordert die politische Fokussierung auf den Ausbau der erneuerbaren Energien. „Der Einbruch insbesondere im Stromsektor macht eine riesige Ökostromlücke in den nächsten Jahren wahrscheinlicher. Denn einerseits wächst der Bedarf an grünem Strom durch die Sektorenkopplung bei E-Mobilität, grünem Wasserstoff und Wärmepumpen, und andererseits gehen durch die Vollendung des Atomausstiegs im...


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