Biokraftstoffe

Argentinien darf Biodiesel zollfrei in die EU exportieren

Argentinien und EU legen ihren Handelsstreit über Biodieselimporte bei. Die europäischen Biodieselerzeuger sind dabei die Verlierer, kritisiert der Branchenverband UFOP.

Die europäischen Ölsaatenerzeuger sind nach Auffassung der Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) die Verlierer eines aktuellen EU-Beschlusses: Vertreter der EU-Mitgliedstaaten haben im Ausschuss für Handelsschutz (Trade Defence Instruments Committee – TDI) am 30. Januar 2019 einem Vorschlag der argentinischen Regierung zugestimmt. Danach gibt es jetzt ein Preisverpflichtungsabkommen, wodurch die argentinischen Biodieselhersteller jährlich etwa 1,2 Millionen Tonnen Biodiesel zollfrei in die EU exportieren dürfen.

Diese Biodieselmenge entspricht einem Anteil von 10 Prozent am gesamten Biodieselverbrauch in der Europäischen Union. Gekoppelt ist dieser Marktzugang an einen Mindesteinfuhrpreis, der auf Basis monatlicher durchschnittlicher Sojaölpreise berechnet werden soll. Das konkrete und rechtlich bindende Berechnungsverfahren wird im EU-Amtsblatt bekannt gegeben.

Auswirkung auf Biodieselabsatz

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