Post-EEG-Konzepte

Aus Groß mach Klein: Gülleanlage als Alternative? Plus

Gülle-Kleinanlagen erhalten eine deutlich höhere Stromvergütung im EEG. Ob sich die Umstellung einer Großanlage auf die Güllevergärung lohnt, zeigte ein Webinar von C.A.R.M.E.N..

Gülle-Kleinanlagen gehören zu den bevorzugten Anlagen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG): Der Strom wird deutlich höher vergütet als bei herkömmlichen Biogasanlagen. Außerdem müssen Betreiber neuer Anlagen nicht am Ausschreibungsverfahren teilnehmen, sondern erhalten eine gesetzlich festgelegte Vergütung.

Darum gilt die Umrüstung einer bestehenden Biogasanlage zur Gülle-Kleinanlage als attraktives Konzept für den Weiterbetrieb nach 20 Jahren.

Wie das gelingen kann und welche K.O.-Kriterien es dabei gibt, erklärte kürzlich Ulrich Kilburg, Biogasspezialist beim Beratungsnetzwerk C.A.R.M.E.N. e.V. aus Straubing, auf einem Webinar zu Post-EEG-Konzepten. Die Idee ist eines von mehreren Ergebnissen des dreijährigen Forschungsprojekts „Repoweringmaßnahmen hinsichtlich zukünftiger Aufgaben von Biogasanlagen“ (kurz: REzAB), das der C.A.R.M.E.N. e.V. zusammen mit der TH Ingolstadt und der FH Münster durchgeführt hat.

Der Weg zur Kleinanlage

Um die Anlage beispielsweise von einer herkömmlichen Biogasanlage mit Energiepflanzeneinsatz und einer Leistung von beispielsweise 500 kW auf die Gülle-Kleinanlage mit maximal 75 kW umzustellen, gibt es einige rechtliche Hürden. „So ist der einfache Weg, ein kleineres BHKW zu installieren und nur die Einsatzstoffmenge zu reduzieren, nicht möglich“, erklärt der Berater. Denn das wäre ein...

Die Redaktion empfiehlt

Die neue Anlage soll für Betriebe ab 150 Großvieheinheiten in Frage kommen. Die Kleinanlage soll zweistufig sein und aus einem Rührkessel- und einem Festbettreaktor bestehen.


Auf der Messe EnergyDecentral 2021 zeigen Aussteller neue Lösungen für die Gülle- und Mistvergärung. Gleichzeitig hofft die Branche auf bessere Rahmenbedingungen.

Die Länderkammer will mit einem EEG-unabhängigen Vergütungsmodell die Rolle von Biogasanlagen stärken. Dazu gehören die Güllevergärung und die Biomethaneinspeisung.


Diskussionen zum Artikel

von Gerd Schuette

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Altmaiers Energiepolitik zielt fast immer auf eine Behinderung regenerativer Energien. Dafür zahlt der Steuerzahler den Rückbau der Atomkraftwerke, die Lagerung des Atommülles und vergoldet der Kohleenergie den späten Ausstieg. Offshore Windkraftanlagen bilden eine Ausnahme, diese ... mehr anzeigen

von Josef Doll

Wenn der Transport nicht wäre

In Indien soll eine Klo Größe ausreichen um das Mittagessen für die Familie zu kochen. Bei uns ist eine "Kleine Anlage " ab 250 GV größe /klein. Man achte auf das Wortspiel. Was die Methan problematick angeht sollte es hier ab 50 GV Anlagen geben . Könnte es hier eine Bauhaus / ... mehr anzeigen

von Jens Geveke

...für den eigenen Gasherd oder Heizung wäre sogar noch einfacher. Das Thema Energie beschränkt sich nicht nur auf Strom. Aber grundstäzlich gibt es doch Klärgasanlagen, ich weiss jetzt allerdings nicht, wieviel % des Potentials genutzt werden.

von Thomas Stürtz

Anlage neu bauen

Eine Biogasanlage zurück zubauen und anschließend wieder neu zu errichten, um in das neue EEG zu kommen, was ist das für ein Unsinn!

von Claus Sylvester

man fragt ...

... sich schon welchem Dunstkreis solche Geister entspringen die solche Vorgaben/Verordnungen/Gesetze erlassen. Dabei haben wir alle zusammen doch das eine GROSSE ZIEL : DIE ENERGIEWENDE !! Aber wenn nicht mindestens Kosten in einer Höhe entstehen die die Rentabilität egalisieren oder ... mehr anzeigen

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