Agri-Photovoltaik

Bauernverband und Fraunhofer ISE fordern Nachbesserung für Agri-PV im EEG

Die Kombination von Solarstromerzeugung und Landwirtschaft sollte sich nicht nur auf Ackerflächen beschränken, heißt es in einem Positionspapier von DBV und Fraunhofer Institut.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE begrüßen die Einbindung der Agri-Photovoltaik – kurz Agri-PV – als „besondere Solaranlage“ in das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Beide Organisationen sehen aber an verschieden Punkten Nachbesserungsbedarf. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um eine weitere EEG-Novelle fordern DBV und Fraunhofer ISE in einem gemeinsamen Positionspapier, Agri-PV nicht auf Ackerflächen zu begrenzen .„Die Integration der Agri-PV in die EEG-Sonderausschreibungen ist ein Schritt in die richtige Richtung“, sagt Professor Dr. Andreas Bett, Leiter des Fraunhofer ISE. „Erforderlich sind jedoch zielgerichtete gemeinsame Anstrengungen, um aus der Nische in den Markt treten zu können. Andere Länder sind uns hier schon deutlich voraus.“

Weltweit 2 GW installiert

Wie Bett auf einem Online-Pressegespräch am Donnerstag (29.4.) deutlich machte, nimmt die Agri-PV international Fahrt auf. Im Jahr 2020 waren weltweit rund 2 Gigawatt (GW) installiert. Allein in Italien sollen demnächst weitere 2 Gigawatt (GW) an neuen Anlagen entstehen. In Deutschland dagegen gibt es erst wenige Pilotprojekte in der Größenordnung von wenigen Hundert kW. Laut Prof. Bett ist eine wissenschaftliche Begleitforschung wichtig, um z.B. zu klären, welche Modultechnik bezüglich Lichtdurchlässigkeit, Farbgebung und anderen Faktoren für die Agri-PV am...


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