Bayerische Energieversorgung künftig dezentral und erneuerbar

Die Zukunft der bayerischen Energieversorgung ist erneuerbar, dezentral und nah am Bürger. Das haben der Leiter des Referats „Nachwachsende Rohstoffe“ im bayerischen Landwirtschaftsministerium, Dr. Rupert Schäfer, und der Vorstand der Green City Energy (GCE) AG, Jens Mühlhaus, betont.

Die Zukunft der bayerischen Energieversorgung ist erneuerbar, dezentral und nah am Bürger. Das haben der Leiter des Referats „Nachwachsende Rohstoffe“ im bayerischen Landwirtschaftsministerium, Dr. Rupert Schäfer, und der Vorstand der Green City Energy (GCE) AG, Jens Mühlhaus, im Rahmen einer Pressefahrt der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) betont.

„Mit der Energiewende verschiebt sich der Fokus der Energieerzeugung hin zu kleinen, in der Fläche verteilten Anlagen“, erklärte Schäfer vergangene Woche in München. Damit sei klar, dass die Produktion von Strom, Wärme und regenerativen Kraftstoffen in Zukunft noch stärker als bisher im ländlichen Raum beziehungsweise auf den Flächen von Landwirten und Waldbesitzern stattfinde. Entsprechend groß sei die Rolle der Land- und Forstwirtschaft.

Das Ziel der bayerischen Staatsregierung, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis 2021 auf 50 % zu steigern, bezeichnete der Referatsleiter als ambitioniert, aber möglich. Aktuell liege man bereits bei 33 %, wobei auf Biogas 6 % und auf Holz 2 % entfielen.

Biomassepotential ausgereizt

Schäfer sieht den Beitrag dieser beiden Energieträger aber keinesfalls auf Strom begrenzt, sondern setzt vor allem auf eine verstärkte Wärmenutzung von Biogas und Holz. Ziel müsse sein, alle potentiellen regenerativen Energielieferanten zu nutzen und in einem Energiemix so einzusetzen, dass eine sichere Versorgung zu bezahlbaren Preisen gewährleistet sei.

Der Referatsleiter warnte aber zugleich davor, den Flächenanspruch für die energetische Nutzung von Biomasse zu überziehen. Beim Anbau von Rohstoffen für die Energiegewinnung sei man insbesondere in der Landwirtschaft bereits nahe am Maximum dessen angelangt, was naturverträglich machbar sei. Die Lücke bei der geplanten regenerativen Stromgewinnung müsse daher bis 2021 vorrangig mit Windkraft und Solarenergie geschlossen werden.

Von der geplanten Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erhofft sich Schäfer insbesondere eine stärkere Unterstützung flexibler Biogasanlagen. Die Betreiber müssten künftig nicht nur dann belohnt werden, wenn sie fehlende Angebotsmengen aus Wind und Sonne im Netz ersetzten, sondern erst recht dann, wenn sie in Überlastzeiten auf das Einspeisen verzichteten. Zur besseren Regulierung des Netzes ist diese Eigenschaft nach Einschätzung des Fachmanns besonders wichtig und muss daher auch entsprechend gefördert werden. (AgE)


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