Wärmemarkt

Bessere Förderung von Holzheizungen

Das Marktanreizprogramm 2020 für erneuerbare Energien im Wärmemarkt gewährt eine bessere Förderung für Biomasseanlagen und eine Prämie beim Austausch von Ölheizungen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat eine neue Förderung für Holzheizungen aufgelegt. Das „Marktanreizprogramm zur Förderung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt“ gilt vom 1. Januar 2020 bis 31.12.2021. „Die aktuelle Förderrichtlinie gewährt für moderne Biomasseanlagen und insbesondere für Scheitholzvergaserkessel und Scheitholz-Pellet-Kombikessel eine deutlich verbesserte Förderung und macht es so besonders attraktiv, alte Ölheizungen gegen Biomasseanlagen auszutauschen“, teilt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) mit.

Auch die Peripherie wird gefördert

Mit der Neuregelung werden neben den Anschaffungskosten der Biomasseanlage (anerkannte Anlagen nach den Listen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa)) nun auch die Kosten für „notwendige Umfeldmaßnahmen“ berücksichtigt. Dazu zählen z. B. Planungskosten und Ausgaben für Schornstein, Puffer-/Brauchwasserspeicher, Pumpen, Heizkörper, der Installationsaufwand und Inbetriebnahme sowie auch der Ausbau von Altanlagen.

Bis zu 45 % Förderung

Für den Einbau förderfähiger Pelletheizungen, Hackschnitzelheizungen, Scheitholzvergaserkessel und Scheitholz-Pellet-Kombikessel können Hausbesitzer eine Förderung in Höhe von 35 % der förderfähigen Kosten beantragen. Die Höhe der Förderung ist bei Wohngebäuden durch eine Deckelung der anrechnungsfähigen förderfähigen Kosten auf 50.000 Euro (brutto) je Wohneinheit begrenzt. Wird in Bestandsgebäuden eine alte Ölheizung freiwillig ausgetauscht, gibt es 10 % Austausch-Prämie on top, so dass insgesamt ein Investitionskostenzuschuss in Höhe von 45 % der förderfähigen Kosten beantragt werden kann.

Im Neubau werden aus dem Marktanreizprogramm innovative, emissionsarme Biomasseanlagen gefördert, dazu zählen Scheitholzvergaserkessel und Scheitholz-Pellet-Kombikessel, die mit Brennwerttechnik oder mit einem sekundären Partikelabscheider (anerkannte elektrostatische oder filternde Abscheider bzw. Abgaswäscher (allgemein auch Feinstaubfilter genannt)) ausgerüstet sind.

"Abwrackprämie" nur bei freiwilligem Kesseltausch

„Für Besitzer alter Ölheizungen gilt es nun, eine zügige Planung der Umstellung auf erneuerbare Wärme vorzunehmen“, rät die FNR. Die Austauschprämie wird nur gewährt, wenn Ölheizungen freiwillig ausgetauscht werden. Sobald alte Ölheizungen der Austauschpflicht gemäß Energieeinsparverordnung (ENEV, künftig Gebäudeenergiegesetz GEG) unterliegen, verfällt der Anspruch auf die Austauschprämie.

Informationen zum neuen Marktanreizprogramm, den Förderrichtlinien und Fördervoraussetzungen sowie aktuelle Listen der förderfähigen Biomasseanlagen können auf der Internetseite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) abgerufen werden. Hausbesitzer müssen den Antrag wie üblich vor Maßnahmenbeginn stellen. Antragsberechtigt sind u. a. Privatpersonen, Wohnungsgenossenschaften und andere Wohnungseigentümergemeinschaften, Freiberufler, Kommunen und Unternehmen.

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