Windenergie

Bestand von windkraftsensiblen Arten entwickelt sich positiv Premium

Der nationale Vogelschutzbericht 2019 zeigt, dass für zahlreiche Vogelarten weniger die Windenergie, sondern das fehlende Nahrungsangebot und der Tourismus schädlich sind.

Der Nationale Vogelschutzbericht 2019 bescheinigt einigen Vogelarten, die im Rahmen von Windkraftprojekten zu betrachten sind, gute Bestandsentwicklungen. Dazu gehören Großvogelarten wie Seeadler, Uhu und Schwarzstorch. Auch der Bestand des bekannten Rotmilans wird als „stabil“ eingestuft, hat der Bundesverband Windenergie (BWE) analysiert. Diese Arten würden von intensiven und meist speziell auf sie zugeschnittenen Schutzbemühungen profitieren, mache der Vogelschutzbericht deutlich.

Bodennah lebende Vögel betroffen

Ein Drittel der Vogelarten sei hingegen im Bestand zurückgegangen. Betroffen seien vor allem bodennah lebende Vögel wie Kiebitz und Rebhuhn. Diese Entwicklung sei wesentlich auf die Intensivierung der Landwirtschaft, die Qualität von Wiesen und Weiden und den Rückgang des Nahrungsangebots zurückzuführen. „Im Planungsprozess werden...

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Der Bundesverband Windenergie hat ein Infopapier zur Windenergienutzung in intensiv genutzten Forstbeständen veröffentlicht. Darin gibt der Verband Hinweise, was bei der Planung zu beachten ist.

Zwei Studien zum Thema „Rotmilan contra Windenergie“ kommen zu unterschiedlichen Aussagen – auf den ersten Blick. Eine pauschale Verurteilung der Windenergie ist aber unangebracht.

Je mehr Windräder, desto schlechter die soll Bestandsentwicklung des Rotmilans sein, behauptet der Nabu. Die Windbranche hingegen sagt, Windräder hätten keine negativen Auswirkungen.


Diskussionen zum Artikel

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von Gerhard Steffek

Grundsätzlich ---

wieviel Mensch verträgt die Welt? Deutschland hat mittlerweile 233 EW pro Quadratkilometer. Frankreich, Italien, Spanien z.B. haben nur 100. Da läßt sich leichter Umweltschutz betreiben, da die Besiedelung nicht so dicht ist. Noch dazu kommt die Siedlungsstruktur. In DE ist die Landschaft gewaltig zersiedelt, während in anderen Ländern sich die Bevölkerung in den Städten ballt. Allein Paris hat 12 Mio. EW (soviel wie tagtäglich in der Luft sind). Der größte Ballungsraum in DE ist das Ruhrgebiet mit etwas über 5 Mio. EW und die größte Stadt mit 4 Mio EW ist Berlin. Alles andere geht in die Fläche! Da gibt es grundsätzlich Konfrontationen zwischen Mensch und Umwelt. Hier nur auf die Landwirtschaft zu verweisen, ist mehr als billig. Denn die LW gibt es nur, weil es den Menschen gibt! Anscheinend mittlerweile viel zu viel davon. Aber unsere "Mama Afrika" kann ja nicht genug davon bekommen.

von Gerhard Steffek

Autsch!!!

Das ist ja dann wieder ein Klatsche für NABU und Co. in ihrem ständigem Gezänke gegen die Windkraft. Auch der NABU sollte bedenken, daß es keine eierlegenden Wollmilchsau gibt und nicht geben wird. Des einen Freud, des anderen Leid. So auch bei den Vögeln. Wenn sich die Bestände an Raubvögeln erholen und vermehren, dann braucht er sich eigentlich nicht wundern, gehen die Bestände an Bodenbrütern zurück. Wie heißt es so schön? Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Hier kann man dann aber auch hinzufügen: auch die Bestände! Da braucht man für das eigene Versagen nicht unbedingt auf andere verweisen. Wer mit einem Finger auf andere zeigt, zeigt immer mit Dreien auf sich!

von Thomas u. Helmut Gahse GbR

Muß die Landwirtschaft in Zukunft

Mäuse züchten, damit die vielen Beutegreifer und anderes Raubwild genügend Nahrung hat? Viele Hunde sind des Hasen Tod, hat man früher gesagt. Heute kommen dazu noch massenweise Katzen, Füchse in rauen Mengen und Autos nicht zu vergessen. Man wundert sich frühmorgens bei den Verkehrsnachrichten im Rundfunk was in der Nacht alles wieder totgefahren wurde. Aber alles ist unbedeutend, nur die böse Landwirtschaft ist schuld.

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