Flexibilitätsprämie

Biogas: „Flexdeckel“ ist voll! Premium

Laut Bundesnetzagentur (BNetzA) ist der im EEG festgelegte Deckel von 1.000 Megawatt für die Flexibilitätsprämie ausgeschöpft. Die Biogasbranche fühlt sich ausgebremst.

Betreiber von Biogasanlagen erhalten nach Ablauf einer Übergangszeit von 15 Monaten keine Flexibilitätsprämie (Flexprämie) mehr, wenn sie ihre Anlagen auf die bedarfsgerechte Stromerzeugung umrüsten. Denn wie die Bundesnetzagentur (BNetzA) mitgeteilt hat, ist der im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegte Deckel von 1.000 Megawatt (MW) für den Erhalt der Flexprämie ausgeschöpft.

Die zusätzlich installierte Leistung wurde seit dem 1. August 2014 zunächst im Anlagenregister erfasst. Hierbei wurden bis zum 31. Januar 2019 insgesamt 920 Megawatt gemeldet. Seither wurde das Anlagenregister durch das Marktstammdatenregister abgelöst und es wurden bis Ende Juli 2019 weitere 108 Megawatt gemeldet. Somit wurden die 1.000 Megawatt insgesamt überschritten.

Damit entfalle laut Fachverband Biogas für die Betreiber von Biogasanlagen nach einer Übergangsfrist der wirtschaftliche Anreiz, auf eine flexible Fahrweise umzustellen. „Die Biogasbranche wird in ihren Bemühungen ausgebremst, die Anlagen weiter auf die Bereitstellung von wichtigen Systemdienstleistungen als Partner von Wind- und Solarstrom auszurichten“, kommentiert Dr. Stefan Rauh, Geschäftsführer des Fachverband Biogas. Die...

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