Klimaschutz im Verkehr

Biokraftstoffe: Rekordwert bei der Treibhauseinsparung im Jahr 2020

Biodiesel, Bioethanol und Biomethan haben im Jahr 2020 rund 13 Mio. t CO₂ eingespart. Die Beimischquote für Biodiesel steigt zudem 2021 auf ein neues Hoch.

Biokraftstoffe haben mit 13 Mio. t CO₂ im Jahr 2020 so viel Treibhausgase im Verkehr eingespart wie noch nie zuvor in Deutschland. Das geht aus den vom Hauptzollamt veröffentlichten vorläufigen statistischen Angaben über die Erfüllung der Treibhausgasquote hervor. Was aus Sicht der Landwirtschaft wichtig ist: Den weitaus größten Anteil an den Minderungen hatte Biodiesel, dessen wichtigeste Rohstoffquelle Rapsöl ist.

Bei Gesamteinsparungen von 14,2 Mio. t lag die Elektromobilität mit rund 13.600 t CO₂-Reduzierung bei etwa 0,1 %. „Biokraftstoffe sind für die Emissionsminderung im Verkehrssektor nicht wegzudenken. Ohne Biodiesel, Bioethanol und Biomethan findet Klimaschutz im Straßenverkehr praktisch nicht statt“, sagte Elmar Baumann, Geschäftsführer beim Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB). In Zukunft würden zwar auch die durch Elektromobilität und den Einsatz von strombasierten Kraftstoffen erzielten Einsparungen steigen. Aber die deutschen Klimaziele für 2030 könnten nur mit Biokraftstoffen erreicht werden. Der VDB schlägt daher vor, dass die Beimischung von Biodiesel standardmäßig von jetzt 7 Prozent auf 10 % steigen sollte, bei Bioethanol müsse sie 20 % (E20) erreichen.

Beimischung auf hohem Niveau

Der Beimischungsanteil von Biodiesel im Dieselkraftstoff erreichte im August 2021 mit 8,3 % den höchsten Wert seit zehn Monaten. Der Gesamtverbrauch von Diesel und Biodiesel lag im August bei 3,2 Mio. t, 1,6 % weniger gegenüber August 2020. Im laufenden Jahr summiert sich der Biodieselverbrauch auf 1,6 Mio. t, der Beimischungsanteil lag im Schnitt über die 8 Monate bei 7,3 %, im Vorjahreszeitraum bei 8,8 %.

Beimschungsanteil

Die untere Kurve zeigt den Beimischungsanteil von Biodiesel in Dieselkraftstoff. Er steigt derzeit wieder an. (Bildquelle: UFOP)

Auch die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) betont die Bedeutung von nachhaltig produzierten Biokraftstoffen. Im Jahr 2030 würden noch mehr als 35 Mio. Fahrzeuge mit einem Verbrennungsmotor angetrieben sein. Für die Erfüllung der bis 2030 auf 25 % schrittweise steigenden THG-Quotenverpflichtung und Emissionsvorgaben für den Verkehr müsse die Bundesregierung daher technologieoffen alle Erfüllungsoptionen nutzen, einschließlich nachhaltig zertifizierter und treibhausgasoptimierter Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse, Reststoffen und Abfällen.


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