Verkehrswende

Biokraftstoffe werden immer unverzichtbarer Premium

Ohne Biodiesel, Biogas & Co. lassen sich die Treibhausgasemissionen im Verkehr nicht entscheidend genug senken, zeigte der Kongress „Kraftstoffe der Zukunft“.

Zum Absenken der Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor sind eine Vielzahl von Maßnahmen notwendig. Neben dem Ausbau der Elektromobilität zählt hierzu der verstärkte Einsatz erneuerbarer flüssiger und gasförmiger Energieträger wie strombasierter Kraftstoffe und zertifiziert nachhaltiger Biokraftstoffe, zeigten mehrere Referenten am ersten Tag des 17. Internationalen Fachkongress „Kraftstoffe der Zukunft“. Zu der zweittägigen Traditionsveranstaltung in Berlin am 20. und 21. Januar hatten sich über 600 Teilnehmer aus 25 Nationen angemeldet.

Branche fordert: THG-Quote sollte angehoben werden

„Mit einem höheren Anteil an erneuerbaren Kraftstoffen im Verkehrssektor kann deren Klimaschutzpotenzial besser ausgeschöpft werden. Die stufenweise Anhebung der Treibhausgasminderungsquote auf 16 Prozent bis zum Jahr 2030 ist dazu für die Bioenergieverbände ein geeignetes Mittel“, erklärt Arthur Auernhammer, Präsident des Bundesverbandes Bioenergie und CSU-Bundestagsabgeordneter.

Die Treibhausgas-Quote (kurz THG-Quote) gibt den Mineralölunternehmen CO₂-Einsparziele für ihre Kraftstoffe vor. Ab 2020 müssen sie mit der Beimischung oder dem Kauf von Zertifikaten eine Reduktion von 6 % gegenüber fossilen Kraftstoffen...

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Diskussionen zum Artikel

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von Christian Bothe

Prof. Kemfert...

Fragen Sie mal Trump wie es geht????AKWs und Flüssiggas spielen da eine nicht unerhebliche Rolle!Man kann dazu stehen wie man will aber eine starke Volkswirtschaft ist die Basis für alles weitere und die Anpassungen an die Klimaerwärmung.Windmühlen sollten da nur eine Randerscheinung bleiben!

von Gerhard Steffek

Hahaha, ein Rohrkrepierer nach dem anderen!

Zuerst steigt ohne Not Angie aus der Atomkraft aus. Dann fährt Gabriel, als "Genosse der Bosse", zur Schützenhilfe der "roten Hannelore" im NRW-Wahlkampf und zum Wohle der dortigen großen Energieversorger die Erneuerbaren an die Wand. Er änderte damals das EEG dahingehend, daß nur noch die großen Energieversorger entsprechend zum Zuge kommen (Ausschreibungsverfahren). Jetzt, keine "5 Minuten" danach, jammert man rum, daß keine Windräder mehr gebaut werden. Bei den "Biokraftstoffen" kommt jetzt der nächste Rohrkrepierer. Wie bitte soll sich der Anbau unserer wichtigsten Ölpflanze in diesem Bereich, dem Raps, rechnen und wirtschaftlich sein, wenn kein Pflanzenschutz für diese nicht mehr möglich ist? Kaufen wir dann noch mehr Palmöl aus Indonesien und Co. - oder gar Soja ein? Vom Biogas braucht man eh nicht mehr reden, daß wurde schon vor langer Zeit abgewürgt. Aber das würde ja ins Kalkül passen. Bloß keine Konkurrenz zur Nahrungsmittelerzeugung und für die Landwirte keine Alternative dazu. Wie hieß es schon im alten Rom: "Brot und Spiele für das Volk". Und das so billig wie möglich. Ein voller Bauch randaliert nicht gerne und wenn man den Rest noch mit windigen Seifenopern ablenken und verdummen kann, dann hat man Ruhe beim regieren. So frei nach dem Motto: "Lieb Vaterland magst ruhig sein". Nur das ging schon damals nach hinten los. Noch dazu, wo heute so mancher schon gar nicht mehr das Wort "Vaterland" in den Mund nehmen und schon gar nichts davon wissen oder anfangen will und kann. Mittlerweile haben wir doch hier nur noch ein rumgeeiere, daß an Inkompetenz nicht mehr überbietbar scheint. Aber das paßt ja mittlerweile hervorragend zu unserer Regierung. In ihren Versuchen es allen Recht zu machen verlieren sie sich in alle Richtungen. Mein Vater sagte immer gerne: "Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst die Niemand kann". Ja, man würde damit zu einem "Niemand" mutieren. So wie es so schön in einer der Werbungen heißt: "Lieber ein kantiges Etwas als ein rundes Nichts". Mittlerweile scheint es mir aber für diese Regierung zu spät um aus diesem Rundlauf des Irrsinns herauszukommen. Zuviele Scherben sind hier entstanden.

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