Ausbau der Windenergie

Brandenburg führt beim Windausbau im 1. Quartal

Zwischen Januar und März wurden 107 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 348 Megawatt (MW) in Betrieb genommen. Insgesamt bleibt der Zubau mäßig.

Auch wenn in den ersten drei Monaten des Jahres 2020 deutlich mehr Windenergieanlagen in Betrieb gingen als im Vergleichszeitraum 2019: Das Frühjahr 2020 ist das zweitschwächste innerhalb der letzten zehn Jahre. Diesen Schluss zieht die Fachagentur Windenergie an Land aus der Analyse der erfassten Inbetriebnahme-Meldungen im Marktstammdatenregister sowie der EEG-Anlagenstammdaten (vor 2014). Zwischen Januar und März sind 107 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 348 Megawatt (MW) in Betrieb gegangen. Damit liegt die neu installierte Leistung 60 Prozent unter dem Durchschnittswert des jeweils ersten Quartals in den Jahren 2014 bis 2018. Windturbinen gingen im Frühjahr 2020 in zwölf Bundesländern ans Netz, die meisten davon in Brandenburg.

Trend geht zur 4 MW-Klasse

Die Genehmigungsentwicklung stagniert im Vergleich zum letztjährigen Frühjahr: 119 Anlagen mit 493 MW wurden bis Ende März genehmigt – 8 % mehr Leistung als im Vergleichszeitraum 2019, aber 6 % weniger Anlagen. Die meisten Genehmigungen gab es in Nordrhein-Westfalen (für 29 WEA bzw. 110 MW). Bei der Generatorleistung zeigt sich ein deutlicher Trend zur 4 MW-Klasse. Zwei Drittel der neu genehmigten Anlagen sind mit mindestens vier Megawatt geplant. Ein Fünftel dieser Turbinen übersteigt sogar die 5 MW-Schwelle.

Im Netzausbaugebiet zeigte sich der Quartalszubau weitaus weniger dynamisch, dafür sind dort die Genehmigungszahlen stärker gestiegen als im Rest des Landes.

Außer Betrieb genommen wurden im ersten Quartal 46 Windturbinen mit 41 MW Leistung. Ein Trend zu wachsenden Stilllegungen aufgrund des bevorstehenden Förderendes für erste Anlagen lässt sich bislang nicht erkennen.

Die Redaktion empfiehlt

Der Zubau von Windenergieanlagen an Land in Deutschland im ersten Halbjahr 2019 ist mit 287 MW oder 86 Anlagen auf niedrigstem Stand seit Einführung des EEG vor 19 Jahren.

Der Bundesverband Windenergie fordert nach der erneuten Unterzeichnung bei einer Ausschreibung gerade in Zeiten von Corona ein klares Signal für die Energiewende.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Auf Kommentar antworten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen