CO₂-Preis

Bundeskabinett bringt CO₂-Emissionshandel auf den Weg Plus

Mit dem Gesetz zur Einführung eines nationalen Emissionshandels will die Bundesregierung das Verbrennen von fossilen Brennstoffen für den Verkehr und das Heizen verteuern.

Das Bundeskabinett hat ein Gesetz zur Einführung eines nationalen Emissionshandels für Brennstoffe auf den Weg gebracht. Ziel ist, das Verbrennen von fossilen Brennstoffen für den Verkehr und das Heizen schrittweise teurer und so den Umstieg auf klimafreundliche Alternativen attraktiver zu machen. Die Einnahmen werden im Gegenzug den Bürgern über Entlastungen beim Strompreis, bei der Entfernungspauschale und beim Wohngeld zurückgegeben oder in Klimaschutzmaßnahmen investiert. Das Gesetz geht nun in die parlamentarischen Beratungen.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Spätestens 2050 wird Deutschland komplett auf erneuerbare Energie setzen und bis dahin schrittweise aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas aussteigen. Dass ein CO2-Preis uns auf diesem Weg hilft, ist nach langer Debatte inzwischen zum Glück weitgehend anerkannt.“

Heizöl würde 3 Cent pro Liter teurer

Mit dem neuen nationalen Brennstoff-Emissionshandel setzt die Regierung laut Schulze einen Kompromiss aus dem Klimapaket der Bundesregierung vom 20. September um. Vereinbart wurde dort ein moderater Einstieg in die CO2-Bepreisung. Das gäbe den Bürgern die Gelegenheit, sich nach klimafreundlichen Alternativen umzuschauen – bevor der Preis spürbar ansteige.

Der Emissionshandel soll ab 2021 starten. Er beginnt in der Einführungsphase mit einem fixen CO2-Preis von 10 €/t. Das entspricht laut BMU einem Preis von 2,8 ct/l (brutto) für Benzin, 3,2 ct/l Diesel, 3,2 ct/l Heizöl und 0,2 ct/kWh Erdgas. 2022 liegt der Preis dann bei 20 Euro pro...

Jetzt anmelden und sofort weiterlesen. Plus

Melden Sie sich an oder erstellen Sie ein kostenloses Konto und erhalten Sie Zugriff auf diesen und alle weiteren relevanten Beiträge sowie auf unsere exklusiven Newsletter. Testen Sie jetzt, ganz unverbindlich.

Die Redaktion empfiehlt

Der von Klimakabinett vorgeschlagene Einstiegspreis für die CO₂-Bepreisung von 10 Euro pro Tonne ist aus Sicht von Sachverständigen zu niedrig, zeigte ein Fachgespräch in Berlin.


Diskussionen zum Artikel

von Hans Spießl

Einstieg in eine neue (...) Zeit

mit dem CO2 geht es jetzt los. dann kommt methan........ im Grunde werden die Ökos (...) versuchen jede Verstoffwechselung was nix anderes als Leben bedeutet zu versteuern und die Guten dürfen umsonst dann Luft schnaufen

von Erwin Schmidbauer

Vorsicht!

Wer die Beteiligung der Landwirtschaft am Zertifikatehandel fordert, sollte genau überlegen, was das bedeutet! Diesel wird teuerer, CO2-Gutschriften gibt es nur, wenn Holzvorrat(!) im Wald aufgebaut wird, Dauer(!)-Humus im Boden vermehrt wird usw. Brennholzverkauf bedeuten keine ... mehr anzeigen

von Heinrich Esser

Zertifikate

Für mich sind 10€/t viel zu wenig, es sollten mindestens 35, besser 50€ sein. Und die Landwirtschaft sollte an der Vergabe von Zertifikaten beteiligt sein. So können wir als Land CO2-neutral werden.

von Gerd Uken

Für mich sieht das nach einer

Erneuten Steuer aus von irgendwas muss Berlin ja bezahlt werden

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Auf Kommentar antworten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen