Erneuerbare-Energien-Gesetz

Bundesregierung begrenzt EEG-Umlage Plus

Im Jahr 2021 zahlen Stromkunden nur 6,5 ct/kWh EEG-Umlage. Die Bundesregierung gleicht das Rekorddefizit des Umlagekontos aus. Die Branche hält das für einen falschen Weg.

Im kommenden Jahr beträgt die Umlage zur Deckung der Kosten des nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) vergüteten Stroms 6,500 ct/kWh. Die EEG-Umlage wird jährlich Mitte Oktober für das folgende Kalenderjahr von den Übertragungsnetzbetreibern auf Basis von Gutachten bekannt gegeben. Die Bundesnetzagentur überwacht die ordnungsgemäße Ermittlung. Im Jahr 2020 lag die Umlage bei 6,756 ct/kWh.

Bundesregierung begrenzt die Umlage

Die EEG-Umlage wird im kommenden Jahr durch das Corona-Konjunkturpaket begrenzt. Der hieraus gewährte Bundeszuschuss verhindert einen im Vergleich zum Vorjahr starken Anstieg der Umlage, der sich aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie ergeben hätte.

Die Corona-Pandemie hat erheblichen zusätzlichen Finanzierungsbedarf ausgelöst, weil sowohl die Einnahmen aus der Umlage 2020 in Folge des gesunkenen Stromverbrauchs als auch die Einnahmen aus dem Verkauf des aus erneuerbaren Energieträgern produzierten Stroms an der Börse durch den sinkenden Großhandelspreis zurückgingen. Beides zusammen führte im Jahr 2020 zu einem Rekorddefizit auf dem EEG-Konto, das 2021 ausgeglichen werden muss.

Auch im kommenden Jahr wird mit Einnahmeausfällen aus einer reduzierten Stromnachfrage und geringeren Stromgroßhandelspreisen gerechnet. Die Übertragungsnetzbetreiber haben versucht, dies bei den Einnahmeschätzungen für 2021...

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vor von Hinrich Neumann

Mit einer Verdopplung der Stromsteuer ließe sich die EEG-Umlage aus Haushaltsmitteln finanzieren. Verbraucher würden 4,5 ct weniger für den Strom zahlen, zeigt eine Studie.


Diskussionen zum Artikel

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Träumt weiter

Welch ein Traum, von einer rosaroten Zukunft der Solarbranche. Wacht auf, bevor es zu spät ist.

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