Agroforstsysteme

Bundestag setzt starkes Zeichen für Agroforst

Die Bundesregierung soll nach Willen des Parlaments die Agroforstwirtschaft künftig stärker fördern. Der Agroforst-Fachverband fordert jetzt konkrete Maßnahmen.

Der Bundestag hat am Mittwoch, 13. Januar 2021, nach einer halbstündigen Debatte einen Antrag von CDU/CSU und SPD zur Förderung der Agroforstwirtschaft mit dem Titel „Produktivität, Resilienz und Biodiversität steigern – Agroforstwirtschaft fördern“ mit großer Mehrheit angenommen und vier Anträge der Opposition zum Thema abgelehnt.

Antrag von CDU/CSU und SPD

Die Koalitionsfraktionen wollen damit die Agroforstwirtschaft fördern und dabei die Produktivität, Klimaresilienz und Biodiversität steigern. Demnach sollen durch die Bundesregierung Leistungen von Agroforstsystemen honoriert werden, indem die Förderfähigkeit von Agroforstsystemen noch in der aktuellen Förderperiode der derzeitigen Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) ermöglicht werden soll. Außerdem sollen Agroforstsysteme als pflanzenbauliches Werkzeug der Ackerbaustrategie anerkannt werden.

Anträge der Opposition abgelehnt

Mit den Stimmen der übrigen Fraktionen lehnte der Bundestag zwei Anträge der AfD ab. Im ersten Antrag hatte die Fraktion gefordert, die „Neuanlage von Hecken als Bestandteile von modernen Agroforstsystemen“ zu fördern, im zweiten, das „Agroforstsystem als ein nachhaltiges Anbausystem“ anzuerkennen. Mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen und der FDP gegen das Votum der AfD, der Linken und der Grünen wurde ein Antrag der Linken abgelehnt, die gefordert hatte, Agroforstwirtschaft möglich zu machen. Zur Abstimmung über diese Anträge lag eine Beschlussempfehlung des Landwirtschaftsausschusses vor.

Keine Mehrheit fand auch ein neuer Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, Agroforstsysteme umfassend zu fördern. Auch diesen Antrag lehnten CDU/CSU, SPD und FDP ab, während die AfD, die Linksfraktion und die Grünen ihm zustimmten.

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