Klimaschutzpolitik

CDU-Politiker gründen KlimaUnion für eine wirksame 1,5-Grad-Klimapolitik

Die KlimaUnion wurde am Earth Hour Day am 27. März 2021 in Berlin und Hamburg von langjährigen CDU- bzw. CSU-Parteimitgliedern ins Leben gerufen.

Am vergangenen Freitag (9. April) ist der KlimaUnion e.V. online gegangen. Die KlimaUnion will gemeinsam mit der CDU und CSU eine wirksame 1,5-Grad-Politik erreichen. Die KlimaUnion wurde am Earth Hour Day am 27. März 2021 in Berlin und Hamburg von langjährigen CDU- bzw. CSU-Parteimitgliedern bis hin zu einer CDU-Bundesvorständin, Klimalobbyisten und ehemaligen Grünen-Mitgliedern gegründet. Mittlerweile schließen sich weitere Mitglieder des Bundesvorstandes, der Fraktionsspitze und langjähriger im Klimaschutz engagierter Bundestagsabgeordnete an. Unionspolitiker und Wahlkämpfer wollen sich mit Nachdruck dafür einsetzen, die Erderhitzung bei höchstens 1,5-Grad abzubremsen, Deutschland in den nächsten 10 bis 20 Jahren klimaneutral zu machen und damit das größte Konjunkturprogramm seit der Wiedervereinigung anzuschieben.

Stimmen der Gründungsmitglieder

Gründer der KlimaUnion ist Heinrich Strößenreuther, langjähriger Klimalobbyist, mehrfacher Gründer klima- und verkehrspolitischer NGOs und seit kurzem neues CDU-Mitglied. „Das 1,5 Grad-Limit zu akzeptieren, ist zutiefst konservative Politik als auch ein Zeichen des Respekts gegenüber Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und unseren Kinder- und Enkel-Generationen: Jetzt gilt es ‘Zukunft einschalten’, so unsere Botschaft.“

Weitere Stimmen von Mitgliedern:

  • Wiebke Winter (Gründungsmitglied), Mitglied im Bundesvorstand der CDU, jüngste Direktkandidatin für den Bundestag und Juristin: „Ich habe die Klima Union gegründet, weil die Klimakrise gerade meine Generation betrifft. Wenn wir heute nicht handeln, haben wir in 20 Jahren ein echtes Problem.“
  • Prof. Dr. Heinrich von Pierer (Gründungspate), ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Siemens AG: „Ich unterstütze die KlimaUnion, weil sie die dringend notwendigen Maßnahmen zum Klimaschutz mit den ökonomischen Chancen verbindet, die unser deutscher Standort in besonderer Weise bereithält.“
  • Bianca Praetorius (Founder), “Entrepreneurial Activist” und Pitching Coach erklärt, warum Klimapolitik eigentlich Wirtschaftspolitik ist: „Forschung bringt Innovation: Immer eine gute Idee - mehr Forschung, bessere Forschung. Eine schlechte Idee: Beim Klima dieser Forschung dann nicht folgen. Dabei ist es ganz einfach: Beherzt die neuen Wege einschlagen und die Forschungserkenntnisse in Innovatioen, Wirtschaftsleistung und den Klimawohlstand von Morgen umwandeln.“
  • Philipp Schröder (Founder), ehemaliger TESLA-Deutschland-Chef, heute Investor, Unternehmer und Energiewende-Vordenker, sagt warum Klimaschutz zur CDU passt: „Man muss kein promovierter Wirtschaftswissenschaftler sein, um zu verstehen, dass Subventionen in eine sterbende Technologie keine Hilfe für den Wandel sind“.
  • Andreas Jung, Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Konstanz und stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion: „Wie zu Zeiten von Klaus Töpfer müssen wir wieder ausdrücklich für eine ökologische und soziale Marktwirtschaft stehen. Ich trete für ein klares Bekenntnis zum 1,5-Grad-Ziel ein und damit für Klimaneutralität in Deutschland vor 2050. Das muss in unser Wahlprogramm mit konkreten Konzepten, wie wir das mit Innovationen schaffen. Ich unterstütze das Engagement der Klima Union für eine konsequente Klimapolitik.”

"Neue Heimat" für bürgerliche Klimaengagierte

Die Gründungsmitglieder der KlimaUnion haben den Gründungszeitpunkt sechs Monate vor der Bundestagswahl gewählt, um klimaengagierte Mitglieder der CDU und CSU zu vernetzen und zu stärken; die KlimaUnion soll aber auch eine Plattform für bürgerliche Klimaengagierte, die in der zunehmend nach links rückenden Klimabewegung keine emotionale und politische Heimat mehr finden, obwohl sie das 1,5-Grad-Anliegen teilen. Die KlimaUnion will Argumente und Botschaften für den Straßenwahlkampf liefern, bei der klimapolitischen Willensbildung in der Partei unterstützen und den Parteimitgliedern ermöglichen, sich auszutauschen und eine wirtschaftsfördernden und wirksame 1,5-Grad-Klimapolitik voranzubringen.

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Diskussionen zum Artikel

von Volker Niemeyer

Klimaquatsch

Das ist der Grund warum ich keine CDU mehr wähle. Man glaubt an etwas wofür es keine Beweise gibt. Sowas nenne ich Religion!

von Hilke Meyer-Wiertzema

Freie Wahl, und Meinungsfreiheit!

Sehr geehrter Herr Niemeyer, zum Glück können sie wählen/nichtwählen, wen sie wollen. Zum Glück können sie Ihre eigene Meinung frei äußern. Sollten jedoch irgendwann mal, was ich nicht hoffe, die Klimawandelleugner, Querdenker, AFD-Wähler, Aluhutträger und Impfgegener, also ... mehr anzeigen

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