Klimaschutz

CDU will möglichst bald Preis auf CO₂ einführen

Beim „Werkstattgespräch“ der CDU am 3. September in Berlin stimmten die Teilnehmer dem Vorschlag zu, den Emissionshandel auf die Bereiche Gebäude und Verkehr auszudehnen.

Die CDU will eine möglichst rasche Bepreisung des Klimagases CO₂, um der Erderwärmung zu begegnen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) in ihrer heutige Ausgabe. Demnach hätten die Teilnehmer eines Werkstattgesprächs am Dienstag (3. September) zugestimmt, dass der Emissionshandel auf die Sektoren Gebäude und Verkehr ausgedehnt wird. Ebenso könnten sich Teile der CDU eine CO₂-Steuer vorstellen.

Der Klimapolitiker Andreas Jung fordert dem Bericht zufolge einen schnellen Einstieg auf nationaler Ebene, langfristig werde aber eine europäische Lösung angestrebt. Zudem soll es einen sozialen Ausgleich geben, bei dem Bürger und Unternehmen die Einnahmen aus der Bepreisung zurück erhalten.

Mit dem Werkstattgespräch will die CDU Beschlüsse zur Klimapolitik vorbereiten. Am 20. September will das „Klimakabinett“ beschließen, wie es mit dem Klimaschutz in Deutschland weitergeht.

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Diskussionen zum Artikel

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von Jens Geveke

...als wenn damit das Problem gelöst wäre...

die Politiker reden immer um den heißen Brei herum: CO2 wir bepreist, das Geld gibt der Staat aber den Verbauchern zurück, evtl. Emissionshandel usw usw. CO2 Ausstoss vermindern erreicht man aber nur dadurch, dass Energieverbraucher, die fossiles CO2 ausstossen, ab sofort nach und nach ausgeschaltet oder umgestellt werden auf erneuerbare Energien. Das ist das Ziel der CO2-Bepreisung. Nicht der Geldfluss, der ändert alleine nichts, der Geldfluss muss auch so groß sein, dass sich Verhalten ändert, d.h. Heizungen umgebaut werden, Stromtarife gewwechselt werden, Fahrzeuge gewandelt werden usw.. Wir werden unsere "Komfortzone" langsam verlassen müssen. Und diese Aussage wird in der Politik gerne "weggelassen".

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