Strompreis und Coronakrise

Corona und Ölmarkt lassen Strompreise purzeln

Energiemarktexperten haben berechnet, wie sich der Nachfrageeinbruch durch das Corona-Virus und die Turbulenzen am Ölmarkt mittelfristig auswirken.

Im Jahr 2021 könnten die durchschnittlichen europäischen Strompreise (Baseload) zwischen 10 bis 14 Euro pro Megawattstunde (€/MWh) zurückgehen. Das zeigt eine aktuelle Berechnung der Energiemarkt-Experten von Energy Brainpool. Der starke Einbruch, auch ohne Beeinträchtigung der Stromnachfrage, lässt sich vor allem auf den Kurssturz an den Öl- und Gasmärkten zurückführen. Abhängig von der Schwere und Dauer einer folgenden Rezession und dem damit verbundenen Rückgang der Stromnachfrage wird dieser Effekt verstärkt werden.

Fallende Gaspreise

Einer nachfolgenden Analyse ist zu entnehmen, dass Gas- und Dampfkraftwerke zunächst geringere kurzfristige Grenzkosten als Steinkohlekraftwerke aufweisen werden. Grund hierfür sind insbesondere die stark gefallenen Gaspreise und nur sehr mäßig rückläufige Steinkohlepreise. Dies führt, trotz niedriger Kosten von Zertifikaten beim europäischen Emissionshandel, zu einem Vorteil der Gaskraftwerke.

Wegen der zunächst besseren Stellung der Gas-Kraftwerke ist auch ohne Beeinträchtigung der Stromnachfrage ein geringeres Emissionsniveau bis einschließlich 2022 zu erwarten. Ein Rückgang der Stromnachfrage werde laut Energy Brainpool die CO₂-Emissionen deutlich reduzieren.

Die Redaktion empfiehlt

Eine neue Studie räumt mit einem Vorurteil gegenüber der Energiewende auf: Ökostrom verteure den Strompreis. Die Uni Erlangen-Nürnberg zeigt das Gegenteil.

Die Übertragungsnetzbetreiber haben die Umlage für 2020 auf 6,756 Cent pro Kilowattstunde festgelegt. Damit liegt diese um 5,5 % höher als 2018 und um 231 % höher als vor zehn Jahren; Stimmen...

Die Treibhausemissionen in Deutschland sanken 2019 um mehr als 50 Mio. t. Das sind fast 35 Prozent unter dem Niveau von 1990, hat Agora Energiewende ermittelt.


Diskussionen zum Artikel

von Gerd Uken

Die OPEC drosselt

Ihre Förderung um 10% für Mai und Juni- bei denen klappt das nur wir Milcherzeuger haben Scheuklappen Weil unsere Vertreter meinen sie können es besser mit Privater Lagerung.....,,

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Auf Kommentar antworten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen