Photovoltaik

Solar-Dachanlagen: Ohne Eigenverbrauch wird es eng

Eine Investition in eine Solarstromanlage ist nach wie vor lukrativ. Allerdings nur dann, wenn Sie möglichst viel Strom selbst verbrauchen.

Bis Ostern will Bundeswirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck das erste von zwei Klimaschutzpaketen auf den Weg bringen. Viel ist über das „Osterpaket“ noch nicht bekannt. Man muss allerdings kein Prophet sein, um vorherzusagen: Eine wesentliche Rolle wird der Ausbau der Solarenergie spielen.

Das verrät auch ein Blick in den Koalitionsvertrag. Bis 2030 will das Dreierbündnis aus Grünen, SPD und FDP 200 Gigawatt Solarleistung (200 GW) ans Netz anklemmen. Die vorherige Regierung hatte 100 GW als Ziel ausgerufen.

Damit dürften sich auch neue Chancen für Landwirte ergeben, deren Interesse an der Sonnenstromproduktion nach wie vor groß ist. Das wurde auch während einer Online-Solartagung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen Mitte Januar deutlich. 450 Teilnehmer hatten sich zugeschaltet. In den Blick nahmen die Referenten vor allem die Fragen: Lohnt sich noch eine Investition in eine Aufdachanlage und wie rentabel sind Freiflächensolaranlagen?

Gewinne unter Druck

Obschon die Modulpreise pro Watt zwischen 2009 und 2019 um den Faktor zehn gefallen sind, ist eine Investition in eine Aufdachanlage kein Selbstläufer mehr. Das geht vor allem auf die stark gesunkene Einspeisevergütung zurück, die den Betreibern für 20 Jahre zusteht, wenn diese ihren Sonnenstrom ins öffentliche Netz einspeisen.

Wer zum Beispiel 2004 eine Anlage in Betrieb genommen hat, erhält bis 2024 einen Fixpreis von weit über 55 Cent je Kilowattstunde (ct/kWh). Wer im Januar 2022 in ein 50-Kilowattanlage investiert, muss mit 6,38 ct/kWh kalkulieren.

Wie stark die niedrige Vergütung die Rentabilität unter Druck setzt, rechnete Energieberater Nils Seidel von der Landwirtschaftskammer...

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