Aus der Wirtschaft

Photovoltaik

Dachpacht als zusätzliche Einnahmequelle

Eine Agrargenossenschaft aus Sachsen-Anhalt hat Dachflächen verpachtet, auf denen der Dienstleister secureenergy Solarmodule mit insgesamt 2 MW Leistung installiert hat.

Die Verpachtung von Dachflächen an Dienstleister ist gerade für größere Betriebe wie Agrargenossenschaften eine Möglichkeit, die Sanierung älterer Dächer mit einer zusätzlichen Einnahmequelle zu verbinden. Eine Alternative ist es, die Einspeisevergütung bzw. die eingesparten Stromkosten für die Sanierung zu verwenden. Ein aktuelles Beispiel hierfür sind mehrere Agrargenossenschaften in Neukönigsaue (Sachsen-Anhalt). Der Dienstleister securenergy hat bei diesen mehr als 6.600 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 2 MW auf verschiedenen Dächern installiert.

Dachflächen verpachtet

Der erzeugte Solarstrom wird zu 100 % in das Stromnetz eingespeist. „Die verschiedenen Betriebe verfügen über viele große Dachflächen, die ideal für die Erzeugung von Solarstrom geeignet sind. Die Agrargenossenschaften haben sich für die Verpachtung ihrer Dachflächen entschieden, um mit dem Ertrag die notwendige Dachsanierung ihrer Gebäude finanzieren zu können und gleichzeitig den weiteren Ausbau der Solarenergie zu fördern“, sagt Holger Stabernack, Geschäftsführer der securenergy GmbH.

Der erzeugte saubere Strom wird von verschiedenen Anlagenbetreibern direkt in das Netz eingespeist, diese profitieren durch die Direktvermarktung von den Einnahmen. Viele mittelständische Unternehmen interessieren sich für eine Solaranlage, um ihre Betriebskosten durch selbsterzeugte Solarenergie zu senken oder um aus vorhandenen Dachflächen Kapital in Form von Pachterträgen zu erwirtschaften, halten eine Umsetzung ihres Vorhabens häufig aber für zu planungs- und kapitalintensiv.

Zwei neue Dienstleistungen für Dachbesitzer

Der Modulhersteller Q Cells, der auch die Module in Neukönigsaue lieferte, hat diese Hürde erkannt und bietet mit seinem neuen Angeboten „Power Contracting“ und „Anlagenpacht“ gleich zwei Wege an, wie Unternehmen ohne eigene Investitionskosten in den Genuss von kostengünstigem und sauberem Solarstrom kommen. In beiden Modellen errichtet das Unternehmen auf eigene Kosten eine Solaranlage auf dem Dach des Eigentümers oder des Mieters eines Gebäudes und deckt auch gleich den verbleibenden Strombedarf des Unternehmens mit Strom aus 100 % erneuerbaren Quellen aus Deutschland und Österreich ab. Darüber hinaus bietet der Hersteller den Unternehmen, die auf den Eigenverbrauch von Solarstrom aus einer eigenen Anlage setzen, die Direktvermarktung des Überschussstroms aus der Solaranlage an.

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Diskussionen zum Artikel

von Christian Bothe

Solarpanele

Als Photovoltaikfan gefällt mir so etwas natürlich. Besser als dieser "Windmüll" in Deutschland! Habe das ja bereits 2001 mit 2000m² Dachfläche auf meinem Kartoffellagerhaus verpachtet an Voltwerk Stuttgart. Die waren damals Vorreiter und wir hatten auch eine Überbaugenehmigung des ... mehr anzeigen

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