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DBFZ fragt Tierhalter nach Gülle- und Mistpotenzial

Das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) will neue Handlungsempfehlungen für die Politik entwickeln, damit mehr Gülle und Mist in Biogasanlagen genutzt wird. Dazu bitten die Wissenschafter Tierhalter ohne Biogasanlage um Rückmeldung noch bis zum 31. Mai.

In Deutschland gibt es noch erhebliche Potenziale an landwirtschaftlichen Nebenprodukten wie Getreidestroh (im Mittel 6,8 Mio t TM/a), Rindergülle (im Mittel 5,6 Mio t TM/a) und -mist (im Mittel 5,1 Mio t TM/a), die zur Energiegewinnung in Biogasanlagen eingesetzt werden könnten. Das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderte Vorhaben „Arbeitsgruppe Biomassereststoffmonitoring (AG BioRestMon)“ (FKZ 22019215) zeigt damit, dass allein aus Rindergülle und -mist zwischen 56 und 96 PJ/a Biomethan erzeugt werden könnten.

Nun soll ermittelt werden:

  1. Warum bleiben große Potenziale an Gülle/Mist ungenutzt?
  2. Was müsste sich ändern, damit mehr Gülle/Mist sinnvoll in Biogasanlagen genutzt wird?

Um diese Fragen mit Praktikern zu klären, hat das DBFZ einen einfachen Fragebogen (Auswahloptionen, Kommentare möglich) erstellt, der sich an Tierhalter mit ungenutzten Gülle-/Mistmengen, aber ohne eigene Biogasanlage, richtet. Der kurze Fragebogen kann auf der Internetseite des DBFZs vorzugsweise online https://www.dbfz.de/Befragung-Tierhaltung ausgefüllt oder als Word-Dokument ausgefüllt und dann per E-Mail oder Fax an das DBFZ gesandt werden. Je mehr Tierhalter sich bis zum 31.05.2019 beteiligen, desto umfassender können aus der Befragung Handlungsempfehlungen z.B. für Politik, Behörden oder Anbieter von Stall- bzw. Biogassystemen abgeleitet werden. Ziel des aus Mitteln des BMEL geförderten Projekts ist es, durch neue Lösungsansätze den Anteil erneuerbarer Energien aus Reststoffen zu erhöhen und gleichzeitig Emissionen aus der Landwirtschaft zu senken.

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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von Rudolf Rößle

Mist

ist wertvoller Dünger. Wie so sollte er in die Biogasanlage?

von Jens Geveke

Es wäre relativ einfach...

,..., es müssen Vorteile für den Tierhalter greifbar sein. Wenn dem Tierhalter Klimaschädlichkeit vorgeworfen wird, kann er es dadurch verbessern, in dem er die Gülle oder den Mist energetisch nutzt oder nutzen lässt. Wenn er es "nutzen lässt", also an eine Biogasanlage abgibt oder tauscht, dann muss er es auf seinem Klimakonto irgendwie gutgeschrieben bekommen, ähnlich wie beim Greening. Wenn da ein pragmatischer Weg gefunden wird, können größere Biogasanlagen vom Einzellandwirt oder Gemeinschaftsanlagen in technisch sinnvollen Einheiten das energetische Potential einer Region nutzen.

von Eike Bruns

170 kg streichen,

Düngung nach Bedarf, vet. Beschränkungen aufheben Baurecht anpassen und schon ist auch diese Befragung wieder...... flüssiger als Wasser -überflüssig.

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