EEG-Novelle

DBV fordert weniger Bürokratie beim Eigenverbrauch von erneuerbarem Strom

Der Deutsche Bauernverband und der Deutsche Raiffeisenverband fordern den Bundestag auf, das Umlage- und Abgabesystem zu vereinfachen und die Chancen für Altanlagen zu verbessern.

Der Eigenverbrauch bietet gute Chancen für eine Stärkung der dezentralen Energieversorgung im ländlichen Raum. Davon sind der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) überzeugt. Beide Verbände fordern in einem gemeinsamen Positionspapier, die Regelungen für den Eigenverbrauch von erneuerbarem Strom zu vereinfachen und weiterzuentwickeln. Bernhard Krüsken, Generalsekretär des DBV, bewertet die bestehenden Regelungen kritisch: „Obwohl die Europäische Union eine Diskriminierung des Eigenverbrauchs bei Netzabgaben und Umlagen untersagt, wird der Eigenverbrauch im jüngsten Kabinettsentwurf für die EEG-Novelle 2021 immer noch durch bürokratische Auflagen erschwert und diskriminiert. Hier muss im parlamentarischen Verfahren nachgebessert werden.“

Auch Chancen für Altanlagen

Dr. Henning Ehlers, Hauptgeschäftsführer des DRV, sorgt sich um die Weiternutzung der Anlagen, die demnächst aus der 20-jährigen EEG-Förderung fallen: „Nur, wenn die Belastungen auf selbst verbrauchten Strom deutlich reduziert werden, haben viele dieser Anlagen auch eine echte Perspektive. Ein Rückbau kann nicht im Sinne der Energiewende sein.“

Um die Vorgaben der EU-Richtlinie RED II umzusetzen und den Aufwand beim Eigenverbrauch für alle Beteiligten spürbar zu reduzieren, fordern die Verbände unter anderem für kleinere Anlagen eine deutliche Ausweitung der Befreiung von der EEG-Umlage. Ein weiterer Vorschlag zum Bürokratieabbau: Die Einführung einer Eigenverbrauchspauschale bezogen auf die installierte Leistung anstelle der anteiligen EEG-Umlage je verbrauchter Kilowattstunde.

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