Wasserstoff

Der Weg in die unabhängige Energieversorgung

Beim Forschungsprojekt in Fehndorf-Lindloh arbeiten 16 Windräder, Batteriespeicher, Power to Gas-Anlage, Umspannwerk und Energiemanagementsystem zusammen. 


Im Emsland entsteht ein Beispiel für das Energiesystem der Zukunft: Der Bürgerwindpark Fehndorf-Lindloh nahe der niedersächsischen Stadt Haren wird Windenergie zu Spitzenzeiten in einer Großbatterie oder im örtlichen Gasnetz speichern. Dazu wird der regenerative Strom über eine Power to Gas-Anlage in Wasserstoff umgewandelt. Über das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „cec - clean energy conversion“ wollen die Projektpartner zeigen, dass durch den Einsatz von 16 Windkraftanlagen in Kombination mit Batteriespeicher, Elektrolyseur und einem übergeordneten Energiemanagementsystem der Selbstversorgungsgrad der Stadt Haren deutlich optimiert werden kann: Die Energieautarkie soll auf bis zu 75 % steigen, ein großer Schritt Richtung unabhängiger Stromversorgung und ein Beweis dafür, dass die Belastung der Netze durch intelligente Technik reduziert werden kann.

Auch Bürger beteiligt

Mehrheitsgesellschafter des Bürgerwindparks ist der Projektierer Agrowea aus Twist, weitere Partner sind Enercon als größter deutscher Hersteller von Windenergieanlagen und beteiligte Bürger aus der Region Fehndorf-Lindloh. Im Auftrag des Bürgerwindparks bauen das Essener Energieunternehmen Innogy und ihr Verteilnetzbetreiber Westnetz das Speicherfeld sowie die Netzinfrastruktur.
Das Speicherfeld setzt sich aus dem Batteriespeicher mit einer Kapazität von 4,9 MWh und der Power to Gas-Anlage mit einer Leistung von 2 + 2 MW zusammen. Die Netzinfrastruktur im Bürgerwindpark besteht aus einem 110 kV-Netzanschlusspunkt, einem Umspannwerk und einer 11,6 Kilometer langen 110 kV-Kabelverbindung.

Die 16 Windenergieanlagen des Typs E-138 EP3 E2 von Enercon besitzen eine Nennleistung von jeweils 4,2 MW, haben eine Nabenhöhe von 160 Metern und einen Rotordurchmesser von 138 Metern. Die Konstruktion der Anlagen soll eine hohe Effizienz und eine hohe Anzahl von Volllaststunden ermöglichen. Baubeginn für den Windpark ist Ende 2019, Speicherfeld und Netzinfrastruktur sollen im Herbst entstehen.

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