Elektromobilität

Deutsche sind skeptisch bei Elektroautos

Nur sieben Prozent der Deutschen sehen in den nächsten fünf Jahren mehr Elektroautos als Verbrenner auf deutschen Straßen, zeigt eine Umfrage von E.ON. Die Bevölkerung ist in anderen europäischen Ländern deutlich optimistischer.

Europaweit Spitze ist Deutschland nur bei der Zahl der Verkehrswende-Skeptiker: Ein Drittel der Deutschen glaubt, das niemals mehr Elektroautos als Verbrenner durch unsere Straßen fahren werden. Auch auf die Frage, wann es mehr Elektroautos als Verbrenner auf den Straßen geben wird, konnten sich das in Deutschland nur 7 Prozent der Befragten innerhalb der nächsten fünf Jahre vorstellen und 13 Prozent innerhalb der nächsten zehn Jahre. Das ist das Ergebnis einer aktuellen, repräsentativen Umfrage von E.ON und KantarEMNID.

Vielfalt der Modelle nimmt zu

Erstaunlich sind die Ergebnisse laut E.ON vor allem deshalb, weil sowohl bei der Ladeinfrastruktur als auch bei Vielfalt, Reichweite und Preis der angebotenen Fahrzeuge in den letzten Jahren große Fortschritte erreicht worden seien. Das Modellangebot wird sich nach Angaben der Nationalen Plattform Elektromobilität bis 2020 verdreifachen. Und auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur zeigt deutliche Fortschritte: Ende 2018 gab es nach Angaben des Bundesverbands der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Deutschland über 16.000 Ladepunkte. Knapp 6.000, und damit mehr als ein Drittel dieser Ladepunkte, können Kunden von E.ON Drive für das Laden ihres Fahrzeuges nutzen, teilt der Konzern mit.

Im Süden sind Europäer optimistischer

Vor allem im Süden Europas sehen die Menschen den Durchbruch der Elektromobilität laut Umfrage deutlich positiver: So sind 43 Prozent der Befragten in der Türkei überzeugt davon, dass in den nächsten zehn Jahre mehr Elektroautos als Verbrenner unterwegs sein werden. In Italien glauben das immerhin noch 37 Prozent. Am negativsten wird die zeitliche Entwicklung der Verkehrswende in Osteuropa gesehen. In Tschechien glauben nur 15 Prozent der Befragten an den Durchbruch der Elektromobilität in den nächsten zehn Jahren, in Ungarn sind es sogar nur 14 Prozent.

Karsten Wildberger, Vorstandsmitglied von E.ON, betont: „Um die ambitionierten Ziele der Energiewende zu erreichen, brauchen wir einen ganzheitlichen Ansatz auch für Elektromobilität. Die Energiewirtschaft mit ihrer Technik- und Netzwerkkompetenz spielt dabei eine Schlüsselrolle. Im Zusammenspiel mit innovativen Angeboten der Automobilindustrie sowie staatlicher Anschubförderung können wir Deutschland vom Hinterherfahrer zum Vorausfahrer machen.“

Die Umfrage-Ergebnisse sind Teil der Studie „Wohnen in Europa“. E.ON und KantarEMNID befragten dazu rund 10.000 Menschen in Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Rumänien, Schweden, Tschechien, in der Türkei und in Ungarn.

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