Nachwachsende Rohstoffe

Deutsche Umwelthilfe: Energiepflanzen abschaffen!

Erneut kritisiert die DUH den Einsatz von Mais, Zuckerrüben, Getreide sowie Waldholz für die Energieerzeugung. Die Bioenergiebranche kritisiert die „einseitigen und überholten Argumente“.

In einem neuen Positionspapier fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) eine umwelt- und klimagerechte Neuausrichtung der Nutzung von Bioenergie wie Bioabfällen, Holz oder Mais. Die Voraussetzungen zur Nutzung: Flächeneffizienz, nachhaltige Landnutzung und eine positive Gesamtklimabilanz. 
Unter diesen Leitlinien sollten im zukünftigen Energiesystem nur noch unvermeidbare Bioabfälle und Reststoffe vergoren und – sofern zulässig – anschließend kompostiert werden.

Wind- und Solarstromproduktion auf dem Acker

Auch die Vergärung von Anbaubiomasse wie Mais zu Biogas sollte angesichts der schlechten Flächeneffizienz schnellstmöglich eingeschränkt und nur noch bei kurzzeitig hoher Nachfrage verwendet werden. Die frei werdenden Ackerflächen könnten stattdessen für einen umweltgerechten Nahrungsmittelanbau sowie Wind- und Solaranlagen verwendet werden, die auf gleicher Fläche mehr erneuerbare Energie erzeugen.

Kein Klimaschutz

Die DUH bezeichnet den Anbau von Energiepflanzen wie Mais, Zuckerrüben und Getreide für den Klimaschutz als „Sackgasse“, da bei der Bewirtschaftung der Pflanzen CO₂ ausgestoßen werde. Nur eine Stromversorgung mittels „echter erneuerbarer Energien wie Windenergie und Photovoltaik“ könne den Treibhausgas-Ausstoß wirklich senken. 


Für eine stärkere Nutzung der Energie aus biogenen Abfällen...


Mehr zu dem Thema

Die Redaktion empfiehlt

Der Bundesverband Erneuerbare Energien fordert, dass nachhaltig erzeugte Biomasse in der „Bundesförderung effiziente Wärmenetze“ stärker zu berücksichtigen sei.

Die EU-Kommission hat den deutschen Entwurf einer Nachhaltigkeitsverordnung bekommen. Praktiker sind entsetzt über die ihrer Meinung nach viel zu kurze Umsetzungsfrist für die Branche.

Holz übernimmt eine wichtige Klimasenkenfunktion und ist unverzichtbarer Bestandteil der Treibhausgasneutralität 2045, betonen Bioenergieverbände. Jetzt sei die Politik gefragt.