Einsparung

Durch Biokraftstoffe 84 % weniger Treibhausgasemissionen

Mit über 3,5 Mio. t Biokraftstoffen setzte die Branche im Quotenjahr 2018 sechs Prozent mehr Biokraftstoffe als im Vorjahr ein. Es sind 9,5 Mio t CO2-Äquivalent vermieden worden, so die BLE.

Durch die Verwendung von Biokraftstoffen in Deutschland wurden 9,5 Mio. t CO2-Äquivalent vermieden. Damit beträgt die durchschnittliche Gesamteinsparung von Treibhausgasemissionen 83,8 %. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) legt ihren jährlichen Evaluations- und Erfahrungsbericht vor.

3,538 Mio. t Biokraftstoffe mit einem Energiegehalt von 120 Petajoule wurden 2018 in Deutschland in Verkehr gebracht. Wie in den Vorjahren hatte Biodiesel (FAME) daran mit 72 Prozent den größten Anteil. Dieser wurde hauptsächlich aus Abfällen und Reststoffen hergestellt. Bioethanol machte knapp 26 % aller Biokraftstoffe aus, überwiegend hergestellt aus Mais und Getreide.

Geänderte Bezugsgröße für Berechnung der Emissionseinsparung

Im Berichtsjahr kam es zu einer Änderung der Bezugsgröße für die Ermittlung der Emissionseinsparung. Bis zum Quotenjahr 2017 galt ein einheitlicher Vergleichswert für fossilen Kraftstoff und damit einheitlich für alle weiteren Berechnungen. Ab dem Quotenjahr 2018 sieht die Gesetzgebung neben einem neuen Basiswert zur Berechnung der Quotenhöhe jetzt individuelle Vergleichswerte für Otto- und Dieselkraftstoffe vor. Diese individuellen Vergleichswerte werden von der Biokraftstoffquotenstelle für die Berechnung der Erfüllung der jeweiligen Treibhausgasminderungsquoten zugrunde gelegt.

Die BLE verwendet daher im Bericht für 2018 die individuellen Werte der einzelnen fossilen Kraftstoffarten zur Ermittlung der eingesparten Emissionen. Dies führe zu einem Bruch der Zeitlinie bei den Emissionseinsparungen.

Neue Bezugsgröße wirkt sich nicht auf entstandene Emissionen aus

Während sich der fossile Vergleichswert zur Berechnung der Einsparung geändert hat, bleibt die Höhe der durch Biokraftstoffe entstandenen Emissionen unbeeinflusst. Sie betrage wie im Vorjahr rund 1,8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent.

Einsparung bei Biobrennstoffen bleibt konstant

Für 30 Petajoule flüssiger Biobrennstoffe wurde eine Vergütung nach dem EEG beantragt. Rund 85 Prozent dieser Biobrennstoffe waren Dicklauge aus der Zellstoffindustrie und elf Prozent Pflanzenöle. Die Gesamteinsparung der Treibhausgasemissionen aller Biobrennstoffe beläuft sich wie im Vorjahr auf rund 93 % gegenüber fossilen Brennstoffen. Durch ihren Einsatz konnten rund 2,6 Mio. t CO2-Äquivalent vermieden werden.

Der Evaluations- und Erfahrungsbericht 2018 steht ab sofort in der Rubrik „Informationsmaterial“ unter www.ble.de/biomasse zum Herunterladen bereit.


Diskussionen zum Artikel

von Reiner Matthes

politisch hoher Handlungsbedarf

ist bei drei Punkten: 1. es kann nicht sein, dass billiges Palmöl verwendet wird welches angeblich nicht auf gerodeten Urwaldflächen hergestellt wird. 2. Es muss sichergestellt werden, dass die Rohstoffe aus der EU kommen. Zur Erhöhung der Nachhaltigkeit muss zusätzlich regionale ... mehr anzeigen

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