Aus der Wirtschaft

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Elektrolyseur im Container

In Nordfriesland entsteht derzeit das größte grüne Wasserstoff-Mobilitätsprojekt „eFarm“ in Deutschland.

Die eFarming GmbH & Co. KG will in Nordfriesland eine modular erweiterbare Infrastruktur aufbauen, um Wasserstoff als Treibstoff für den öffentlichen Personennah- und Individualverkehr zu liefern. Die Produktion des Wasserstoffs wird an fünf Standorten mit Strom aus Windparks erfolgen, der wiederum dann als Treibstoff an zwei neue selbst betriebene öffentliche Wasserstofftankstellen in Niebüll und Husum mittels eigener Logistik geliefert wird. Das soll insbesondere Windanlagenbetreibern außerhalb des EEG neue attraktive Märkte eröffnen.

Hergestellt wird der Wasserstoff in „Elektrolyseuren“ des Herstellers H-Tec Systems aus Lübeck. Die kompakte Bauweise in einem 20-Fuß-Container mache den Elektrolyseur flexibel in puncto Standort, verspricht der Hersteller: Im grünen Wasserstoff-Mobilitätsprojekt „eFarm“ wird er sowohl nah an Windkraftanlagen als auch nah an Wärmesenken installiert werden, um die bei der Produktion anfallende Abwärme zur lokalen nachhaltigen Wärmeversorgung mit zu nutzen.

„Das Produkt erfüllt die Norm SAE J2719 für die Nutzung in Brennstoffzellenfahrzeugen und stellt den Wasserstoff mit 30 bar Druck bereit. Anschließend kann er weiter verarbeteitet werden über Speicherung, Abfüllung, Transport und Vertankung“, erläutert H-Tec Systems-Geschäftsführer Frank Zimmermann und unterstreicht: „Wasserstoff ist ideal als Treibstoff speziell für den öffentlichen Personennahverkehr und Schwerlastverkehr wie Busse, LKW, Züge und Schiffe.“

Energie für 17 Busse täglich

Der zum Einsatz kommende Elektrolyseur ME 100/350 kann pro Tag bis zu 5,4 MWh Energie in 4 MWh Wasserstoff und 1 MWh Wärme umwandeln. So ergebe sich ein Wirkungsgrad von bis zu 95 Prozent. Bei einer elektrischen Last von je 225 Kilowatt werden die im Projekt eFarm zur Installation vorgesehenen 5 PEM-Elektrolyseure in Summe bis zu 500 Kilogramm grünen Wasserstoff pro Tag produzieren. Dies lasse laut Hersteller eine Betankung von bis zu 17 Wasserstoff-Bussen täglich zu.

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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Diskussionen zum Artikel

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von Franz Gebert

das Problem liegt wohl an der explosionsgefahr

von Gerd Woertel

Wasserstoff

Wo liegen denn die Probleme beim Wasserstoff ?

von Alfons Deter

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