EU will Biodiesel und Bioethanol nicht mehr fördern

Die EU will Biokraftstoff wie Biodiesel oder Bioethanol ab dem Jahr 2020 nicht weiter fördern und die bisherigen Ausbauziele entsprechend streichen. Experten befürchten nun, dass dies das Aus für die Biokraftstoffe der ersten Generation sein könnte.

Die EU will Biokraftstoff wie Biodiesel oder Bioethanol ab dem Jahr 2020 nicht weiter fördern und die bisherigen Ausbauziele entsprechend streichen. Experten befürchten nun, dass dies das Aus für die Biokraftstoffe der ersten Generation sein könnte. Entsprechend stark kritisieren vor allem die Interessenvertreter der Biokraftstoffbranche diesen Schritt.
 
Auch der europäische Bauernverband (Copa) und der Dachverband der landwirtschaftlichen Genossenschaften (Cogeca) warnen in einem Schreiben an den Vizepräsidenten der EU-Kommission, Maros Sefcovic, davor, konventionelle Biokraftstoffe nach 2020 abzuschaffen. Sie wiesen darauf hin, dass eine langfristige, stabile EU-Politik notwendig sei, um die EU-Klimaziele zu erreichen, den Verkehrssektor CO2-ärmer zu machen und Ernährungssicherheit zu gewährleisten.
 
Konventionelle Biokraftstoffe hätten zudem viele Vorteile für die europäische Wirtschaft. Die Hauptargumente, die aus Sicht der Copa & Cogeca dafür sprechen:  

  • Biokraftstoffe helfen, der EU bei der Reduzierung ihres Proteindefizits im Tierfutter, da nur ein Teil des Rapses oder Weizens für die Herstellung von Biodiesel bzw. Bioethanol verwendet wird. Der Rest diene als Futter.
  • Der Anbau von Pflanzen für die Produktion von Biokraftstoffen ist für Landwirte eine alternative Einkommensquelle, was angesichts ihrer geringen Einkünfte von zentraler Bedeutung sei.
  • Biokraftstoffe tragen zur Reduzierung der Volatilität auf den Agrarmärkten bei.
  • Die Verwendung von Biokraftstoffen ist wichtig für mehr Wachstum und Arbeitsplätze in ländlichen Gebieten.


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