Biogas

Erneuerbare Wärme für Schule, Kindergarten und Hallenbad

Im bayerischen Werneck können sich jetzt Schüler, Eltern, Gäste und die Lehrerschaft darüber informieren, wie und wo die Biogas-Wärme für die Mittelschule entsteht.

In der Balthasar-Neumann-Mittelschule Werneck steht seit Neuestem eine Infotafel. Darauf können sich sich Schüler, Eltern, Gäste und die Lehrerschaft darüber informieren, wie und wo die Biogas-Wärme entsteht, mit der die Mittelschule mit Turnhalle, der Kindergarten Marienau und das Hallenbad der Markt Werneck beheizt werden.

Die Einrichtungen des Schulverbandes Werneck werden bereits seit 2011 über eine Biogasleitung von der 2,5 km entfernten Biogasanlage der „Bioenergie Ettleben GmbH & Co.KG“ versorgt. Ein bei der Balthasar-Neumann- Mittelschule installiertes Blockheizkraftwerk (BHKW) wandelt das Biogas vor Ort in Strom und Wärme um. Die Balthasar-Neumann-Mittelschule profitiert seitdem von der umweltfreundlichen und kostengünstigen Heizenergieversorgung.

Info über Biogas-Wärme

Als Auszeichnung für dieses nachhaltige Wärmekonzept erhielt die Markt Werneck für die Balthasar-Neumann-Mittelschule mit Turnhalle und das Hallenbad ein Biogaswärme-Schild vom Fachverband Biogas e.V. Mit dieser Aktion zeigt der Verband, dass man mit Biogas nicht nur Strom, sondern gleichzeitig auch Wärme klimafreundlich erzeugt und dass Biogaswärme ganzjährig sinnvoll eingesetzt werden kann.

Die Vorsitzende des Schulverbandes Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl bekräftigte in Ihrem Grußwort, dass die Zusammenarbeit mit der Bioenergie Ettleben sehr gut funktioniere. Die Bundestagsabgeordnete Dr. Anja Weisgerber freute sich, dass die Schule neben der Auszeichnung zur „Umweltschule“ nun auch das Wärmeschild des Fachverband Biogas erhalten habe.

Protestierende Schüler sorgten für Aufmerksamkeit

Auch der Landtagsabgeordnete Paul Knoblach verwies auf die besonderen Verdienste der Akteure, vor allem die der Schule im Bereich der Umweltbildung. Er hob die Leistung der Schüler der Fridays-for-Future Bewegung hervor, die ganz wesentlich dazu beigetragen hätten, dass die klimapolitischen Erfordernisse aktuell eine erhöhte politische Aufmerksamkeit genießen.

Bernhard Bedenk von der Unterfränkischen Überlandzentrale eG als Kooperationspartner und Betreiber des Wärmenetzes Werneck Schule mahnte: „Wer den Klimaschutz ernst nimmt, darf den Bau von erneuerbaren Energieprojekten nicht verhindern, sondern muss sie mit konstruktiven Vorschlägen voranbringen.“ Prof. Dr. Kilian Hartmann, Präsidiumsmitglied im Fachverband Biogas e.V., ergänzte: „Dieses Beispiel zeigt uns, wie man Klimaschutz und regionale Wertschöpfung erfolgreich miteinander verknüpfen kann.“

Die Gemeinschafts-Biogasanlage besteht aus 13 Landwirten und dem Geschäftsführer Ulrich Beck, die zusammen rund 2.500 ha Ackerland bewirtschaften, davon ca. 300 ha Mais zur Fütterung der Biogasanlage. Seit einigen Jahren wachsen auch blühende Wildpflanzenmischungen und die Durchwachsene Silphie auf den Flächen.

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