Windenergie

Flaute im einstigen Pionierland Schleswig-Holstein Premium

Die Kieler Landesregierung verlängert das seit 2015 geltende Bauverbot für neue Windparks. Die Windbranche ist verärgert. Und sieht die Klimaziele im Land gefährdet, das sich selbst als "Energiewendeland Nr. 1" bezeichnet.

In Schleswig-Holstein bleibt das Verbot zum Bau von neuen Windparks bestehen. Die Landesregierung hat das im Jahr 2015 verhängte Moratorium verlängert, das eigentlich im Sommer 2019 auslaufen sollte, berichtet das Hamburger Abendblatt. Hintergrund ist ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Schleswig, das die Regionalpläne im Jahr 2015 für rechtswidrig erklärte – unter anderem deshalb, weil der Gesetzgeber Gemeinden aus den Plänen herausgenommen hatte, die keine Windanlagen haben wollten. Der bloße Gemeindewille dürfe nicht das allein entscheidende Kriterium einer Abwägungsentscheidung über einen Regionalplan sein, hieß es im Urteil.

Wahlkampf mit größeren Abständen

Während die Landesregierung an einer neuen Regionalplanung arbeitete, forderten Bürgerinitiativen größere Abstände. Die CDU-Fraktion – damals noch in der Opposition – ging mit der Forderung in den Wahlkampf, die Abstände von 800 Meter in Zukunft auf 1200 Meter verdoppeln zu wollen. Die CDU gewann die Landtagswahl 2017 schmiedete mit Grünen und FDP die heutige Jamaika-Koalition.

Zwar einigten sich die Koalitionäre darauf, den Abstand nur auf 1000 Meter zu erhöhen. Das reduziert die Fläche, auf der Windenergieanlagen stehen können. Zugleich beschloss die Jamaika-Koalition, bis zum Jahr 2025 neue Windanlagen mit einer Kapazität von zehn Gigawatt zu genehmigen.

Wie der NDR berichtet, warf Oppositionsführer Ralf ...

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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Diskussionen zum Artikel

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von Christian Bothe

Windmühlen

@Geveke,gute Idee,wenn es genug Knete dafür gibt...Ist natürlich ein Witz von mir,aber ich bin in einer Wismutgegend aufgewachsen.Ich sehe das so und die Abschaltung von Atomkraftwerken ist verfrüht.Andere Länder haben das erkannt und machen es eben so.Übrigens lässt die Windlast in den nächsten Jahren nach(kanad.Studie),aber bis dahin können sich Verpächter noch eine „goldene Nase“verdienen mit der Bereitstellung von Flächen...

von Jens Geveke

Immer dieses hier nicht und da nicht...

Alles zusammen wird es nur schaffen. Solaranlagen gehören auf Dauer auf jedes Dach. Eigenstromverbrauch schon mal selber produzieren und in einer Batterie zwischenspeichern spart sowohl große Kraftwerke ein, als auch Netzausbau. Dazu kann noch jeder Pendeler sein Elektroauto versorgen. Aber Windenergie brauchen wir auch, da wo es geht. In absehbarer Zukunft (30 Jahre) müssen wir auf konventionelle Kraftwerke verzichten. CO2 steigt momentan immer schneller an, die wärmsten Jahre seit Wetteraufzeichnung sind 2016,2015,2018 und 2017. Die Wetterergebnisse haben wir Landwirte in 2017 und 2018 alle erlebt. Ein eisfreier Planet in 200 Jahren bedeutet ca. 70 Meter höherer Meeresspiegel. Wem das egal ist, möge daran denken, wo wir heute wären, wenn unsere Urgroßväter auch so gedacht hätten. Das Meerwasser beeinträchtigt das Landschaftsbild in Deutschland mehr, als Windräder, dann haben wir bis Hessen Offshore-Windparks... Unser CO2-Rucksack in Deutschland (Anteil an allen bereits emitierten CO2 insgesamt) ist schon groß genug, so dass wir hier schleunigst die Stromversorgung der Zukunft entwickeln müssen, damit sie auch in anderen Ländern so funktionieren kann. @Bothe: Wenn Sie von einer "emissionsfreien Atomkraft" sprechen, wären Sie sicherlich bereit, in Zukunft die Castor-Behälter und den Müll aus der Asse in Ihren Kartoffelhallen zwischenzulagern. Ich glaube die Zahlungsbereitschaft der Energieriesen dafür ist relativ hoch, weil es damit ein riesen Problem gibt !

von Christian Bothe

Windmühlen

@Albo, auf den Punkt getroffen H. Albo, ich sehe das seit Jahren auch so. Diese Windmühlen verschandeln unsere schöne deutsche Landschaft und sind unnötig,da es genug Alternativen gibt auch bei renewable Energien! Dazu noch die bestehenden konventionellen Anlagen,einschließlich der emissionsfreien Atomkraft, und schon ist die Energie gesichert.Merkels einseitige Energiewende ist ein Fehler. Nachbarn machen es vor. Solar auf den Dächern ist ausbaufähig,genauso wie die dezentralisierten Biogasanlagen.Ich habe schon 2001! 2000m² Solarpanele auf den Dächern eines Kartoffellagerhauses installieren lassen. Erfreulich sind für mich die steigende Anzahl von Bürgerinitiativen diesem Zusammenhang mittlerweile deutschlandweit.

von Heinrich Albo

Der Widerstand gegen die Windenergie

wächst verständlicher Weise gerade in fortschrittlich denkenden Bundesländern immer weiter an ....Warum wohl?? Das kann man doch nicht ignorieren! Solar Energie auf Dächern ist dauerhaft die günstigste Energie...verschandelt die Landschaft nicht ....stört niemanden ....Ist deutlich berechenbarer und lässt sich ganz erheblich weiter ausbauen.

von Erwin Schmidbauer

Wenn der Windkraftausbau so stockt, braucht es dann überhaupt noch so schnell die Stromtrassen nach Süddeutschland???

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