Gemeinsame Ausschreibung: Photovoltaik setzt sich durch

Bei der ersten gemeinsamen Ausschreibung von Photovoltaik und Windenergie konnten am Gebotstermin 1. April Photovoltaik-Freiflächenanlagen die günstigsten Gebote abgeben.

Mit einem durchschnittlichen Zuschlagswert von 4,67 ct/kWh hat die erste gemeinsame Ausschreibungsrunde für Photovoltaik-Freiflächenanlagen und Windenergie an Land abgeschlossen. Die Ergebnisse der Ausschreibung vom 1. April gab die Bundesnetzagentur gestern (11.04.2018) bekannt.

Ausgeschrieben waren 200 Megawatt. Es wurden 32 Zuschläge für Gebote in einem Umfang von 210 Megawatt erteilt und zwar ausschließlich für Solaranlagen. Wie das Bundeswirtschaftsministerium erklärte, konnten sich die eingegangenen Gebote für Windenergieanlagen an Land nicht durchsetzen.

Hier die Ergebnisse im Detail:

  • Es sind 54 Gebote eingegangen, davon 18 für Windenergieanlagen an Land und 36 für Solaranlagen.

  • Die Bundesnetzagentur hat 32 Zuschläge für Gebote in einem Umfang von 210 Megawatt erteilt. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert beträgt 4,67 ct/kWh. In der letzten reinen Solar-Ausschreibung lag dieser bei 4,33 ct/kWh. Der niedrigste Zuschlagswert liegt bei 3,96 ct/kWh; der höchste Zuschlagswert beträgt 5,76 ct/kWh. 

  • Fünf Gebote mit einem Umfang von 31 Megawatt erhielten einen Zuschlag für Freiflächenanlagen auf Acker- und Grünlandflächen in benachteiligten Gebieten in Bayern und drei mit einem Umfang von 17 MW in Baden-Württemberg. 


"Wichtiges Instrument für die Kosteneffizienz"

"Mit den Solaranlagen setzte sich diejenige Technologie durch, die ihr Kostensenkungspotential bereits in den vorangegangenen Ausschreibungen unter Beweis stellte", resümierte die Bundesnetzagentur. Bei den Geboten für Windenergieanlagen käme erschwerend hinzu, dass anders als bei den regulären Ausschreibungen die Nachteile an weniger ertragsstarken Standorten nach dem Zuschlagsverfahren nicht ausgeglichen werden.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Thomas Bareiß, hierzu: „Die Ausschreibung ist ein wichtiges Instrument, um Kosteneffizienz zu erreichen. Das Ergebnis dieser gemeinsamen Ausschreibung zeigt, dass die Solarenergie in Deutschland derzeit sehr wettbewerbsfähig ist.“

Nach dem EEG 2017 schreibt die Bundesnetzagentur jährlich an zwei Gebotsterminen je 200 MW Leistung für eine gemeinsame Bieterrunde bei Photovoltaik und Windenergie aus. Nähere Informationen zu den Ergebnissen finden Sie in Kürze auf der Website der Bundesnetzagentur unter www.bundesnetzagentur.de.

Leserfrage: Rundfunkgebühr für Photovoltaik-Anlage?

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

Schreiben Sie Hinrich Neumann eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen