Krisengespräch zur Windenergie

Gemischte Reaktionen auf Windgipfel Premium

Die Reaktionen auf das heutige Krisentreffen von Wirtschaftsminister Altmaier und der Windbranche reichen von „hoffnungsvoll“ bis „enttäuschend“. Jetzt kommt es auf Taten an.

„Bund und Länder sehen sich in der Verantwortung, an einem Strang ziehen, um den dramatischen Rückgang beim Neubau von Windrädern zu beheben. Dies hat das heute durch den Bundeswirtschaftsminister einberufene Windkraftgespräch deutlich gemacht“, kommentiert Hermann Albers den Krisengipfel zur Windenergie. Vorschläge zur Beschleunigung der schleppenden Genehmigungsverfahren lägen auf dem Tisch und müssten noch diesen Herbst umgesetzt werden. „Darüber waren sich die Teilnehmer des Gesprächs einig”, sagt der Präsident des Bundesverbandes Windenergie (BWE). Mit den Impulsen des heutigen Windenergiegesprächs müssten alle Beteiligten wie Bund, Länder, Kommunen, Behörden und Verbände in eine Positivkommunikation der Energiewende starten. „Einen Schwerpunkt wollen wir dabei auch bei der Teilhabe von Bürgern und Kommunen legen. Unter dem Strich ist klar: Es gibt kein Bekenntnisproblem, es gibt aber ein Handlungsproblem. Dieses muss gelöst werden - schnell und nachprüfbar”, so der BWE-Präsident.

DUH: Mageres Ergebnis

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) bezeichnet das Ergebnis des Gesprächs dagegen als „mager“. „Die Fehlentwicklungen der vergangenen Jahre müssen dringend korrigiert werden, damit die Ausbauzahlen mit...

Weiterlesen mit PREMIUM
Jetzt 30 Tage gratis testen
Mehr erfahren

Die Redaktion empfiehlt

Bundesverband Windenergie

Ausbau der Windenergie kommt fast zum Erliegen

vor von Alfons Deter

Der Neubau von Windkraftanlagen ist zum Stillstand gekommen, nicht nur weil Umwelt- und Naturschützer neue Anlagen blockieren. Auch der Staat hat einen gehörigen Anteil an dem Frust...

Premium

Die Bundesregierung sucht aufgrund der Windenergie-Flaute nach Wegen für schnellere Genehmigungen. Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast bemängelt Zielkonflikte.

Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

Schreiben Sie Hinrich Neumann eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Gerd Schuette

Das EEG 2017 hat der damalige Wirtschaftsminister Gabriel in Rekordzeit durch die Instanzen gebracht und damit die heutige Flaute beim Ausbau der regenerativen Energie massgeblich herbei geführt. Schon damals war Herr Altmaier beteiligt. Wenn jetzt außer Gesprächsrunden nichts passiert dann liegt das nicht daran, daß das Wirtschaftsministerium nicht schnell sein kann wenn es will.

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen