Gärrestverwertung

Geschickte Kombination von Biogas- und Bioethanolproduktion

Das Ingenieurbüro Krieg&Fischer hat für eine Biogasanlage in Argentinien den Industriepreis des Weltbiogasverbandes gewonnen. Bei dieser wird Wasser aus dem Gärrest zurückgewonnen.

Den „AD & Biogas Industry Award 2020“ in der Kategorie „Circular Economy“ (deutsch: Kreislaufwirtschaft) hat in diesem Jahr das Ingenieurbüro Krieg&Fischer aus Göttingen erhalten. Den Preis, den der Weltbiogasverband vergibt, erhielt Krieg&Fischer für die argentinische Biogasanlage Rio Cuarto. Diese wurde in Zusammenhang mit einer Bioethanol-Produktion errichtet.

Wärme und Wasser im Ethanolwerk genutzt

Das Ethanolwerk in Rio Cuarto verarbeitet ca. 30 t Maiskorn pro Stunde, bei etwa 8000 Betriebsstunden im Jahr. Stündlich werden mehrere Tausend Liter Ethanol für den regionalen Kraftstoffmarkt erzeugt. Die bei der Ethanolherstellung anfallende Dünnschlempe wird in der Biogasanlage verwertet. Das erzeugte Biogas treibt BHKW mit einer Leistung von ca. 6 MW elektrisch an. Der Strom wird eingespeist. Die Abwärme wird – sofern ökonomisch von Vorteil – im Ethanolwerk genutzt.

Das Wasser zum Anmaischen des Maismehls wird zu etwa einem Drittel aus dem Ablauf der Vergärung gewonnen. Damit wird der bisherige Wasserkreislauf erweitert und Grundwasservorräte geschont, Wasser-Bezugskosten sowie Kosten der Lagerung und Ausbringung von Gärresten eingespart. Hierfür werden die Gärreste über einen Dekanter geführt. Die Flüssigkeit wird anschließend pasteurisiert.

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