Einspeisemanagement

Immer noch viele Anlagen abgeregelt Plus

Knapp 3 % des erneuerbaren Stroms wird nicht produziert, weil die Anlagen bei drohender Netzüberlastung abgeschaltet werden – vor allem Windräder und meist in Schleswig-Holstein.

Im Jahr 2019 wurden knapp 2,8 % der erneuerbaren Energien im Rahmen von Einspeisemanagement-Maßnahmen (EinsMan) abgeregelt. Das teilt die Bundesnetzagentur in ihrem aktuellen „Jahresbericht Netz- und Systemsicherheit 2019“ mit. Diese Quote liegt etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Damit könnten weiterhin über 97 % der erneuerbaren Erzeugung transportiert und den Nutzern zur Verfügung gestellt werden, erklärt die Behörde.

Die absoluten Abregelungsmengen lagen im Jahr 2019 bei 6.482 GWh und sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 19 % gestiegen. Grund dafür war vor allem das sehr windreiche erste Quartal 2019.

Windenergie am meisten betroffen

Mit rund 78 % der Ausfallarbeit bleibt Windenergie an Land der am meisten abgeregelte Energieträger, gefolgt...

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Jahresbericht der Bundesnetzagentur

Verhaltene Fortschritte beim Stromnetzausbau

vor von Hinrich Neumann

Von 7700 km geplanten Leitungskilometern sind erst 1300 km realisiert, zeigt der Jahresbericht der Bundesnetzagentur. Die neuen Klimaziele der Bundesregierung erhöhen den Bedarf.

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Mit einer Bundesratsinitiative will das Land das Erneuerbare-Energien-Gesetz reformieren. Dazu gehört die Abschaffung von Solardeckel und Netzausbaugebiet.


Diskussionen zum Artikel

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Uninteressant?

Vielleicht wachen die Solaranlagen Betreiber mit Einspeisevergütung auf, wenn sie hören, dass sie nach Ablauf der Einspeisevergütung nicht mehr, Stand heute lt. Bundesnetzagentur, ins Netz einspeisen dürfen.

von Andreas Gerner

Da haben Sie Recht.

Stand heute wird das katastrophal. ABER man darf davon ausgehen, dass der Aufschrei auch in der breiten Bevölkerung gewaltig sein wird, wenn ohne erkennbaren Grund Solar und Wind keinen Vorrang mehr vor Kohle und Gas haben sollen. Und die Klimaziele haben wir ja auch noch. Dann wird ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

@ Muenzebrock

Sie unterstellen (bzw. lassen es so aussehen), dass die besagten Anlagen immer still stünden. Vermutlich übertreiben Sie maßlos. Die 2,8% werden wohl nicht aus der Luft gegriffen sein. Da den Betreibern Abschaltzeiten entschädigt werden müssen, werden die Zahlen sicher lückenlos ... mehr anzeigen

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Das Problem...

bei uns in der Gegend, Oldenburger Münsterland, stehen mindestens 40 Anlagen tagsüber still. Das ist ein Problem, dass zunächst gelöst werden muss bevor man noch mehr Anlagen baut um sie im Anschluss abzuschalten.

von Andreas Gerner

sind 3% viel?

.

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Realität

die Zahl spiegelt nicht die Wirklichkeit wieder. Der Anteil muss wesentlich höher liegen.

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