Entwicklungsprojekt

Interview: Biogasanlagen sollen zur Nährstoffdrehscheibe werden

Im Landkreis Rotenburg (Wümme) wollen Landwirte, Behörden und Berater gemeinsam die Vergärung von Gülle und Mist voranbringen. Wir sprachen mit der Projektverantwortlichen.

Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium fördert bei Ihnen ein großangelegtes Entwicklungsprojekt. Um was geht es dabei?

Jungemann: In dem einjährigen Projekt geht es um zwei Punkte: Wir wollen, dass die Biogasanlagenbetreiber mehr Gülle und Mist einsetzen. Der Landkreis Rotenburg ist neben der intensiven Tierhaltung durch 140 Biogasanlagen geprägt. Viele Anlagenbetreiber wollen Mais durch Wirtschaftsdünger ersetzen und haben damit den Anstoß zu dem Projekt gegeben. In dem Projekt geht es jetzt darum, die nötigen Rahmenbedingungen zu entwickeln und Hemmnisse für die Güllevergärung zu beseitigen. Hieran arbeiten wir als zuständige Behörde gemeinsam mit dem 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen, dem Maschinenring Zeven, der Landwirtschaftskammer und den Ministerien für Umwelt und Landwirtschaft. Außerdem sind 20 Biogasanlagenbetreiber dabei.

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