Klimaschutz in der Landwirtschaft

Jahresmagazin der AEE: Die Potenziale der erneuerbaren Energien in der Landwirtschaft

Im Rahmen der Klimakonferenz präsentiert die Agentur für Erneuerbare Energien das Jahresmagazin „KOMM:MAG“ mit Schwerpunkt Klimaschutz in der Landwirtschaft. Es steht kostenlos zur Verfügung.

Landwirte stehen nicht nur in der Pflicht, Treibhausgase aus Ackerbau und Tierhaltung einzusparen. „Gerade im ländlichen Raum, aber durchaus auch in Großstädten verfügen Agrarbetriebe auch über Flächen- und Rohstoffpotenziale, um erneuerbare Energien für Strom, Wärme und Mobilität aus der Region bereitzustellen“, erklärt Dr. Robert Brandt, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). Welche Chancen das genau sind, zeigt das aktuelle Jahresmagazin KOMM:MAG der AEE mit dem Titel „Klimaschutz ernten – Wie Kommunen mit Landwirtschaft die Zukunft gestalten“. Das Heft enthält viele Beispiele, wie der kommunale Klimaschutz von der Kooperation mit lokalen Agrarbetrieben profitieren kann. „Wir möchten Städte, Gemeinden und Landkreise in Deutschland dazu ermutigen, aktiv auf die Landwirte vor Ort zuzugehen, um sie für den Klimaschutz zu gewinnen“, erklärt Brandt.

Viele erfolgreiche Beispiele

Das diesjährige KOMM:MAG zeigt auf 90 Seiten vielfältige Handlungsmöglichkeiten und Beispiele, wie Kommunen und die lokale Landwirtschaft kooperieren können, um den Klimaschutz vor Ort voranzubringen: Das Spektrum reicht von kommunalen Klimaschutzberatungen für landwirtschaftliche Betriebe über Energieprojekte mit Biomasse aus dem Moor bis hin zu Fragen der Flächenpolitik, wie Beispiele aus dem Inhaltsverzeichnis zeigen:

  • Klimaschutz in der Landwirtschaft
  • Wärme aus dem Moor
  • Wie Kommunen von der Windenergie profitieren
  • Agri-Photovoltaik: Sonne, Beeren, Strom
  • Landwirtin Linda Kelly: „Die Politik sollte hinter Landwirten stehen“
  • Interview mit Landwirt Wolfram Wiggert: 500 Hektar ökologisch
  • Wärmenetz 4.0
  • Mit grünem Wasserstoff zur Verkehrswende
  • Beitrag der Biokraftstoffe

„Die Landwirtschaft war schon immer ein prägender Faktor für die Entwicklung von Dörfern und Gemeinden. Das gilt auch heute beim Klimaschutz“, stellt Brandt fest.

Chancen von Wasserstoff oder Biomethan

Darüber hinaus erzählt die neue Ausgabe des Jahresmagazins beispielhafte und motivierende kommunale Energiewende-Geschichten, die große Auswirkungen auf den Denkmalschutz oder auch den Strukturwandel in einzelnen Regionen haben. In Interviews sprechen kommunale Akteure zur Bedeutung von Wasserstoff- und Biomethan für die Energiezukunft und Zukunftsmobilität Deutschlands. Das Magazin zeigt Portraits und Beiträge zu aktuellen Themen rund um erneuerbare Energien im kommunalen Bereich.

Das KOMM:MAG 2021 finden Sie kostenlos in der AEE-Mediathek: www.unendlich-viel-energie.de/publikationen/kommmag-2021


Mehr zu dem Thema

Die Redaktion empfiehlt

In einem neuen Diskussionspapier von „Scientists for Future“ bestätigen 15 namhafte Forscher, dass Atomkraft weder wirtschaftlich noch energiepolitisch eine Option für die Energiewende ist.

Für Kommunen ist Biodiesel eine interessante Alternative zur E-Mobilität, zeigt das Beispiel Ilmenau. Die Länderagrarminister wollen Biokraftstoffe aber auch in der Landwirtschaft fördern.

Schnellere Genehmigungen

Mehr Windenergie: Lies will Regionalplanung aussetzen

vor von Hinrich Neumann

Der LEE befürchtet beim langsamen Ausbau der Windenergie eine Energielücke in Niedersachsen. Landesumweltminister Olaf Lies hat deswegen Pläne für eine Beschleunigung ins Spiel gebracht.