Windenergie

Kretschmann: „Wir brauchen für ein Windkraftwerk viel zu lang“

Sollten die Grünen ab Herbst in Berlin mitregieren, könnte es Änderungen beim Ausschreibungsverfahren für die Windkraft geben, kündigt Baden-Württembergs Ministerpräsident an.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) hat eingeräumt, der Ausbau von Windkraft in seinem Land schreite langsamer voran als geplant. "Heute brauchen wir viel zu lange, bis ein Windkraftwerk steht: Sieben Jahre," sagte Kretschmann vergangene Woche im ARD-Mittagsmagazin. Die Gründe dafür sieht der Grünen-Politiker nicht in der eigenen Politik der vergangenen Jahre: "Das hängt doch nicht nur vom Ministerpräsidenten ab, sondern auch von der Landschaft."

Änderungen beim Ausschreibungsverfahren?

Zudem habe der Bund die Ausschreibungsbedingungen für Windkrafträder geändert, was zu einem Einbruch beim Ausbau der Windenergie geführt habe. Das werde seine Partei ändern, wenn sie "im Bund auch" mitregiere, sagte Kretschmann mit Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl im September.

Zu Beginn seiner Amtszeit als erster – und bisher einziger grüner Ministerpräsident – hatte Kretschmann seiner Landesregierung das Ziel gesetzt, mindestens 10 % Windkraftanteil bis 2020 zu erreichen. Im Jahr 2019 lag der Anteil in Baden-Württemberg bei 4,4 %. Am Sonntag steht die Landtagswahl in Baden-Württemberg an, bei denen Winfried Kretschmann für eine weitere Amtszeit kandidiert.

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