Energiewende in Bayern

Kritik und Spott zu Söders „Klimaruck“

Nach der Regierungserklärung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zum Klimaschutz reagiert die Branche mit viel Kritik: Der Freistaat habe selbst viel aufzuholen.

Nach der Hochwasserkatastrophe der vergangenen Woche hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder einen „Klimaruck“ gefordert. Söder verteidigte in einer Regierungserklärung am Mittwoch die bisherigen Anstrengungen im Klimaschutz. Sein Land stehe hier im Vergleich der Bundesländer gut da. Energieminister Hubert Aiwanger sprang ihm zur Seite und betonte die Erfolge der Energiewende im Freistaat: „Wir wollen die Treibhausgasemissionen durch fossile Energieträger stark reduzieren. Im bayerischen Aktionsprogramm Energie ist die Stärkung der erneuerbaren Energien das zentrale Anliegen“. Aiwanger hob hervor:

  • Bayern hat die maximale Anzahl der Zuschläge für Freiflächenanlagen von vorher 70 auf nun 200 angehoben.
  • Das Land stellt dieses Jahr 34 Mio. € für das PV-Speicher-Programm zur Verfügung. Es unterstützt die Installation eines Batteriespeichers bei gleichzeitiger Neuinvestition in eine PV-Anlage. Bisher wurden bereits über 50.000 Anlagen gefördert.
  • Die neu eingerichteten „Windkümmerer“ betreuen insgesamt 35 geplante Windprojekte mit jeweils mehreren Windrädern unter Beteiligung von 45 Kommunen.
  • Bioenergie soll im Jahr 2022 mit 10 TWh zur erneuerbaren Stromerzeugung beitragen. Die Wärmeerzeugung aus Biomasse, vor...


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