Dürre und Missernte

Landwirt verklagt VW wegen Klimawandel

Ein Biobauer aus NRW will VW gerichtlich den Verkauf von Verbrenner-PKW untersagen lassen. Durch deren CO2 Ausstoß würde der Klimawandel angeheizt und der Landwirt habe Missernten.

Das Landgericht Detmold verhandelt gerade eine Klage des Landwirts Ulf Allhoff-Cramer, der VW für seine wiederholten Missernten und Klimaextreme verantwortlich machen will. Mit Unterstützung von Greenpeace argumentiert der Biobauer zudem, dass sein Waldbesitz gefährdet sei. Der Autohersteller sei wegen seines großen CO2-Ausstoßes zivilrechtlich mitverantwortlich für die Schäden.

Allhoff-Cramer will VW zwingen, den Verkauf von Verbrenner-Autos schon 2030 zu beenden und die Produktion bis dahin herunterfahren. Ziel sei es, die Unternehmen unmittelbar per Gerichtsurteil zur Verringerung ihres Kohlendioxid-Ausstoßes zu verpflichten, berichten Medien über das Verfahren. Bezogen auf VW sollte dies auch für die sogenannten Scope-3-Emissionen gelten, die nicht bei der Herstellung der Fahrzeuge entstehen, sondern bei ihrer Nutzung durch die Käufer - also beim Autofahren.

Vorbild ist das Urteil eines Gerichts in Den Haag letztes Jahr gegen den Shell-Konzern. Dieser wurde verurteilt, seine Emissionen bis 2030 um 45 % zu senken. Ähnliche Klagen laufen gerade gegen BMW, Mercedes sowie gegen den Öl- und Gasproduzenten Wintershall DEA.

Das Gericht zeigte sich von der Argumentation aber wohl nicht überzeugt, ist zu hören. Die Klage werde wohl abgewiesen. Autos zu verkaufen sei als solches nicht illegal. Ein Urteil soll am 9. September verkündet werden.

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