Energiewende

Lies: „Wir dürfen die Energiewende jetzt nicht verstolpern!“ Premium

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hat am 6. Mai in Berlin nötige Schritte aufgezeigt, um das Ziel von 65 % erneuerbare Energien im Stromsektor bis zum Jahr 2030 zu erreichen. Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies fand dazu deutliche Worte.

Der Stromverbrauch wird bis zum Jahr 2030 trotz deutlicher Energieeinsparung deutlich ansteigen. Denn Elektrizität wird auch in den Sektoren Mobilität, Gebäude und Industrie benötigt. Darum muss der Ausbau der erneuerbaren Energien spätestens ab dem Jahr 2021 um ein Vielfaches höher sein als heute. Das sieht eine Szenariorechnung des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) vor, die der Verband gestern Abend vorgelegt hat. „Die Bundesregierung hat sich um Ziel gesetzt, dass wir in Deutschland bis zum Jahr 2030 einen Anteil von 65 % erneuerbare Energien im Stromsektor erreichen. Die Frage ist nur, von welchem Strombedarf wir ausgehen“, sagte Wolfram Axthelm, Geschäftsführer des BEE am 6. Mai vor Journalisten. Während die Regierung von 590 Terawattstunden (TWh) ausgeht, hält der BEE dagegen 740 TWh für realistisch. „Wir werden in der Elektromobilität und bei Power-to-X deutlich schneller vorankommen als der Bund meint“, begründete Axthelm das. Auch werde die Industrie und der Gebäudesektor für die Wärmeproduktion mehr Strom nachfragen. Entsprechend höher müsste der Ausbau der erneuerbare Energien sein.

Ausbau muss deutlich stärker voranschreiten

Ab 2021 bis zum Jahr 2030 müsste der jährliche Zubau nach dem BEE-Szenario dann wie folgt aussehen:

  • Photovoltaik: 10.000 Megawatt pro Jahr (MW/Jahr), ...

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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Diskussionen zum Artikel

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von Peter Held

Regierung muss den Fuß von der Bremse nehmen

Da steht doch der Wirtschaftsminister voll mit dem Fuß auf der Bremse: - Doppelbesteuerung von Strom, - EEG-Umlage für Eigenverbrauch, - Ausbaudeckel für Photovoltaik, - das Nachbarschaftsstromkonzept ist viel zu bürokratisch und wird zu wenig in Anspruch genommen, - extreme Kostensteigerung bei den Netzausbaukosten - das Bürgerwindparkkonzept wurde ausgebremst durch die Voraussetzung des Vorliegens der teuren BIMSCH-Genehmigung - den Mißbrauch hätte man auch anders in den Griff bekommen können. - Genehmigungen dauern immer noch zu lange.

von Christian Bothe

Atomstrom?

Zitat Bill Gates:...“Kernkraft ist ideal für den Umgang mit dem Klimawandel, denn es ist die einzige kohlenstofffreie, skalierbare Energiequelle, die 24 Stunden am Tag verfügbar ist.“ Das hat man leider im Deutschland vergessen und nun kämpft man um TWh im BEE.Frankreich macht es vor wie CO2 gesenkt wird...Alles zusammen im Artikel aufgeführt plus konventionelle Energieerzeugung, das hat Zukunft und nicht nur auf Windmühlen mit zerschredderten Vögeln,Insekten,Infraschall usw.setzen.

von Jens Geveke

Biomethan im Schlepper:

https://www.youtube.com/watch?v=OlSu4omiLd8&t=78s Das geht, allerdings sind noch ein paar praktische Fragen bzgl. Reichweite zu lösen, aber die Aufgaben lassen sich bewältigen.

von Josef Doll

Mir schrieb mal jemand

Das man mit Biogas auch Schlepper antreiben kann. Mich verwundert nur das nicht einmal die Grossen es versuchen. Das werden mehrere 10.000 Liter Diesel im Jahr verbraucht und außerhalb der Landwirtschaft ist ein Markt der eigentlich für Biogas zu groß ist. Da gibt es bestimmt Nischen.......

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