top agrar plus Windenergieausbau

Lies zur Windkraft: „Pauschale Abstände und Waldverbot sind falsch!“

Eine neue Studie zum Potenzial für die Windenergie in Niedersachsen zeigt, dass auch Forstflächen geeignet sind. Umweltminister Lies kritisiert daher Länder wie Thüringen oder NRW.

Pauschale Abstände zur Wohnbebauung und das Verbot von Windenergie in Nutzwäldern schränken das mögliche Flächenpotenzial für die Windenergie erheblich ein. Das zeigt eine im Auftrag des niedersächsischen Landesverbandes Erneuerbare Energien (LEE) Niedersachsen/Bremen durchgeführte Studie. Sie zeigt, welche Flächenpotenziale für Windenergieanlagen in Niedersachsen pro Landkreis zur Verfügung stehen. Das auf die Analyse von Erneuerbare Energien-Daten spezialisierte Unternehmen Nefino GmbH hat verschiedene Szenarien für Flächenpotenziale im Forst und im Offenland simuliert. Dabei werden unterschiedliche Abstände zu Siedlungsbereichen und zu Wohnbebauungen berücksichtigt. Im Ergebnis zeigt sich, dass sich einige Landkreise dem Zubau erneuerbarer Energien verweigern.

Unhaltbarer Zustand

Für Bärbel Heidebroek, LEE-Vorsitzende, ein unhaltbarer Zustand: „Wie wollen wir wirksamen Klimaschutz betreiben, wenn unsere Landkreise nicht genügend Fläche für die Errichtung von Windenergieanlagen ausweisen? Die vorgelegte Studie belegt klar, dass in zahlreichen Landkreisen noch erhebliches Potenzial steckt, das genehmigungsrechtlich gehoben werden muss. Wir können uns beispielsweise nicht mit Flächenzielen von 0,44 % der Landkreisfläche zufriedengeben, wenn deutlich mehr Flächenpotenzial zur Verfügung steht.“

Pauschaler Abstand zu Wohnbebauung schadet Ausbau

Die Studie legt dar, dass pauschale Abstände zu Wohnbebauungen einen Großteil der Flächenpotenziale verhindern. Insbesondere für das Repowering etablierter Windkraftstandorte ist die Unterscheidung zwischen Innenbereich (= im Zusammenhang bebauten Ortsteile) und Außenbereich (= Einzelhäuser und Splittersiedlungen) von enormer Bedeutung. Der LEE setzt sich dafür ein, statt pauschaler Mindestabstände die Vorgaben zur optisch bedrängenden Wirkung sowie die TA Lärm als Standortkriterium zugrunde zu legen.

Eine Erhöhung der Mindestabstände zur Wohnbebauung im Innenbereich verringert der Studie zufolge die Flächenpotenziale im Offenland erheblich: „Pro 100 Meter Pufferabstand entstehen ca. 12 % Potenzialverluste. Im Außenbereich verringern sich die Verluste sogar um bis zu 17 % pro 100 Meter“, so Jan-Hendrik Piel, Gesellschafter...

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