Windenergie

Mehr Akzeptanz durch bürgernahe Energieversorgung

Zum weiteren Ausbau der Windenergie ist eine bessere Beteiligung der Bürger nötig. Der BWE hat einen Aktionsplan vorgelegt.

Die Energieversorgung aus erneuerbaren Energien sollte vor allem bürgernah sein, die regionale Wirtschaft stärken und wirtschaftliche Effekte erzeugen, die für die Bürger sowie die Kommunen greifbar sind. Die verschiedenen Aspekte der regionalen Wertschöpfung und bürgerlicher Teilhabe werden damit noch einmal deutlich sichtbar. Um den Ausbau der Windenergie weiter durch eine breite gesellschaftliche Beteiligung und Teilhabe abzusichern, zeigt der Bundesverband Windenergie (BWE) in einem Aktionsplan konkrete gesetzliche Handlungsoptionen auf.

Energiewende vor Ort

„Der bisherige Ausbau der erneuerbaren Energien war deshalb so erfolgreich, weil sich Anwohner, Kommunen und örtlicher Mittelstand für die Projekte stark machten und engagierten. Dies muss nun weiterverfolgt und ausgebaut werden. Genau hier setzt unser Aktionsplan für mehr Teilhabe und regionale Wertschöpfung an“, erklärt BWE-Präsident Hermann Albers.

Die im Aktionsplan festgehaltenen konkreten Vorschläge richten sich dabei nicht nur an den Gesetzgeber im Bund, der damit wichtige Impulse für bundeseinheitliche Maßstäbe erhält, sondern appelliert zugleich an die Akteure der Branche, die bestehenden und erprobten Möglichkeiten in ihren Projekten umzusetzen.

Bessere regionale Wertschöpfung

Im Fokus stehen dabei Maßnahmen zur Steigerung der regionalen Wertschöpfung, Maßnahmen zur Steigerung der Beteiligung von Bürger sowie von Kommunen und Maßnahmen für mehr Transparenz, Dialog und faire Planung.

Der BWE fordert, Bürgern bundesweit die direkte Beteiligung in Projekten zu ermöglichen und diese gesetzlich zu flankieren, in dem eine echte Beteiligung als Ziel herausgehoben wird. Dafür wäre eine Definition im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) geeignet. Weiter schlägt der BWE vor, bundeseinheitlich zu definieren, dass ein bis zwei Prozent des jährlichen Umsatzes von Windenergieanlagen für Maßnahmen zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung im Gebiet der Standortgemeinde verwendet werden. „Mit einer knappen Reglung im EEG, die an die Ausschreibung geknüpft ist, könnte man dies leicht umsetzten und würde mit wenig Aufwand einen hohen wirtschaftlichen Effekt für die Gemeinden sichern“, meint Albers.

Definition von Bürgerwindparks

Darüberhinaus schlägt der BWE vor, den Begriff der Bürgerenergiegesellschaften rechts- und missbrauchssicher neu zu definieren. Dafür wird im Aktionsplan ein Listenmodell detailliert vorgelegt.

Einer der wichtigsten Pfeiler für eine hohe lokale und regionale Bürgerbeteiligung ist nicht zuletzt ein gelungener Dialog vor Ort sowie eine Anlaufstelle für Interessierte. Der Verband macht deshalb auch konkrete Vorschläge zur Erhöhung der Transparenz und schlägt die Einführung eines Qualitätssiegels für Windenergieplanungen vor. „Die deutsche Energiewende muss wieder Fahrt aufnehmen. Dazu brauchen wir die Windenergie. Unser Aktionsplan für mehr Teilhabe und regionale Wertschöpfung zeigt: Es gibt gute Möglichkeiten, die Akzeptanz zu sichern“, betont Albers.

Den Aktionsplan können Sie hier abrufen.

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Diskussionen zum Artikel

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

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Meine ablehnende Meinung zur Windkraft sollte hinlänglich bekannt sein. Daher zeige ich heute mal ein Video, dass die ganze Problematik der Windkraft beschreibt: https://youtu.be/VPiIAmHc5Rk

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