Güllevergärung

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In dem Projekt „Grüne Kaskade – Hochlastvergärung“ hat die FH Münster mit Partnern aus Deutschland und den Niederlanden einen neuen Reaktor zur Güllevergärung entwickelt. Er soll das Potenzial der Gülle fast vollständig ausschöpfen.

In einem neuen Biogasreaktor lässt sich die Mikroorganismendichte durch innovative Technik aus der industriellen Abwasserreinigung steigern und so die Abbaugeschwindigkeit der Reststoffe erhöhen. Damit kann das Reaktorvolumen für die Güllevergärung gegenüber heutiger Technik um zwei Drittel reduziert werden, zeigt das Forschungsprojekt „Grüne Kaskade – Hochlastvergärung“, in das neben der FH Münster die Unternehmen PlanET Biogastechnik GmbH und Bio-energiecluster Oost-Nederland (BEON) involviert sind. „Wir haben drei Jahre lang Versuche durchgeführt und wissen jetzt, wie wir die Parameter Temperatur, Verweilzeit und Raumbelastung ansetzen müssen“, sagt Tobias Weide vom Forschungsteam um Prof. Dr.-Ing. Christof Wetter am Fachbereich Energie – Gebäude – Umwelt. Er hat mit verschiedenen Güllearten an insgesamt drei Hochlastreaktoren im Labor geforscht.

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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Diskussionen zum Artikel

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von Claus Sylvester

@ Jens

War beim Lesen auch mein erster Gedanke.

von Jens Geveke

Anlagenbetreiber können Geld für Gülle einnehmen...

...soso. Und dann ? Die Nährstoffe bleiben dieselben und müssen danach auch im Pflanzenbau verwertet werden. Dennoch wird die Gülleergärung immer wichtiger, um die Klimaschädlichkeit zu senken. Allerdings sollte man dann nicht mehr die Gestehungskosten je kwh betrachten, sondern die Gestehungskosten je t CO2 Vermeidung, reduziert um die Erlöse für das Methan. Denn das wird die Dienstleistung sein, die die Biogasanlagen in Zukunft der Landwirtschaft anbieten können.

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