Biogas

Mehr Gülle in Biogasanlagen: Noch viele Hürden Premium

Ein Praxistag in Breddorf und Hepstedt (Niedersachsen) zeigte, dass die Güllevergärung weniger eine technische als vielmehr eine rechtliche Herausforderung ist.

Inwieweit darf man einen Güllelagerbehälter für Gärreste nutzen? Wie lässt sich Gülle so aufbereiten, dass sie für Biogasanlagen attraktiv wird? Und wie lässt sich aus Gärrest wertvoller Dünger produzieren? Mit diesen Fragen beschäftigten sich gestern mehrere Referenten auf einem Praxistag im niedersächsischen Hepstedt, bei dem es um „Möglichkeiten zum Mehreinsatz von Wirtschaftsdünger in Biogasanlagen“ ging. Eingeladen hatte das 3N-Kompetenzzentrum aus Werlte in Kooperation mit dem Landkreis Rotenburg/Wümme und dem Maschinenring Zeven. Im Landkreis Rotenburg läuft dazu ein einjähriges Projekt. „Wir wollen als ‚rotes Gebiet‘ einerseits der Nitratbelastung im Grundwasser entgegentreten und Lösungswege aufzeigen. Andererseits wollen wir auch mit der Vergärung von Wirtschaftsdünger den Maiseinsatz in Biogasanlagen reduzieren“, sagt die verantwortliche Projektleiterin Ulrike Jungemann von der Landkreisverwaltung. Außerdem trägt die Biogaserzeugung aus Gülle und Mist dazu bei, den Beitrag der Landwirtschaft zum Klimaschutz deutlich zu erhöhen.

Maschinenvorführung auf Biogasanlage

Welche technischen Möglichkeiten es dazu gibt, zeigte eine Maschinenvorführung auf der Biogasanlage der Landwirte Harm...

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