Klimaschutz

Merkel will Wiederaufforstung von geschädigten Wäldern

In einer Pressekonferenz bekräftigte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bedeutung des Waldes für den Klimaschutz. Sie lobte auch die „Fridays for Future“- Proteste.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will dem Waldschutz und der Aufforstung einen größeren Stellenwert bei der Bekämpfung des Klimawandels einräumen. Es gelte, die Waldsubstanz zu erhalten. Dafür werde Geld aus dem Energie- und Klimafonds zur Wiederaufforstung bereitgestellt, sagte sie auf ihrer letzten Pressekonferenz vor der Sommerpause. „Wir haben sehr, sehr große Waldschäden. Tausende von Waldbauern sind davon betroffen“, sagte die Kanzerlin und betonte, dass damit die Funktion des Waldes als Kohlenstoffsenke in Gefahr sei.

Die Klimaziele für 2020 werde Deutschland nicht einhalten. Umso wichtiger sei es, die Verpflichtungen bis 2030 einzuhalten. Bis 2050 will Deutschland Klimaneutralität erreichen - ein "große Herausforderung", so die Kanzlerin. Deutschland werde bis 2038 aus der Kohleförderung aussteigen. Deshalb werde die Bundesregierung spätestens im September ein Gesetz zum Strukturwandel und zur Energiesicherheit auf den Weg bringen.

"CO2-Preis ist effizienteste Weg"

Für die Kanzlerin ist der CO₂-Preis der effizienteste Weg, damit Deutschland die Klimaziele 2030 erreichen kann. Im Gegenzug müsse aber die soziale Ausgewogenheit beachtet werden. Das Klimakabinett werde am 20. September über ein großes Maßnahmenpaket entscheiden. Es gehe darum, die Klimaziele volkswirtschaftlich und effizient zu erreichen und die Gesellschaft mitzunehmen.

In dem Zusammenhang lobte sie die Fridays for Future-Bewegung: „Wir hatten ja schon vor Greta im Koalitionsvertrag vereinbart, dass wir ein Klimaschutzgesetz brauchen, aber die Ernsthaftigkeit, mit der Greta, aber auch viele, viele junge Leute uns darauf hinweisen, dass es um ihr Leben geht und dass ihre Lebensperspektive einfach eine weitaus längere ist, hat uns sicherlich schon noch einmal dazu gebracht, entschlossener an die Sache heranzugehen“, sagte sie den Journalisten.

Die Redaktion empfiehlt

Waldbauern und Grundbesitzer finden das „Mehrere-Millionen-Bäume-Programm“, das Agrarministerin Julia Klöckner am Wochenende vorgeschlagen hat, ideal, um so dem Klimawandel zu begegnen.

In der „Sandbüchse“ Brandenburg ist die Winderosion zunehmend ein Problem. Ein Landwirt hat gute Erfahrungen mit Agroforst-Anpflanzungen in Streifen auf seinen Flächen gemacht.

Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

Schreiben Sie Hinrich Neumann eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Erwin Schmidbauer

2021

geht Frau Merkel in den Ruhestand. Dann kann sie gleich beim Pflanzen helfen!

von Torsten Kremershof

Es ist einfach nur noch zum kotzen !!

Dieses ständige dumme Geschwafel von dieser abgehobenen , weltfremden Politiker Gilde . Leute , es brennt der Busch auf dem Land !!! Wir stehen vor riesigen unlösbaren Problemen in der Landwirtschaft und Forstwirtschaft und in Brüssel und Berlin wird nur noch dumm und planlos daher gesabelt . Ständig nimmt man das Wort Nachhaltig in den Mund ! Dabei weiß keine Sau in der Politik was das überhaupt bedeutet ! Wenn Frau Merkel auch nur annähernd wüsste was es bedeutet würde sie selbst begreifen was sie mit dem Mercosur Abkommen angerichtet hat . Und zahlreiche andere Abkommen genau so . Wir sollen also jetzt neue Bäume pflanzen ? Und nachhaltige Land und Forstwirtschaft betreiben ? Wenn wir mit den erzeugten Produkten nichts auf den globalisierten Märkten verdienen können, ist hier garnichts Nachhaltig ! Schon garnicht fürs Klima ! Und da helfen auch keine Subventionen Frau Merkel . Ganz im Gegenteil ! Seit Jahrzehnten führen wir billiges Holz aus Südamerika , Sibirien, Kanada , USA ... Hier rein . Der Verbraucher sitzt zu Hause im Garten auf Gartenmöbeln aus Südamerikanischen Urwaldhölzern und grillt sich auf seinem 1000 Euro Grill sein Argentinien Steak . Und unsere hiesige Landwirtschaft und Forstwirtschaft wird von Politikern, Ministern, Staatssekretären , Behörden etc , die im Regelfall noch nicht einmal einen Landwirtschaftlichen Hintergrund haben , vor die Wand gefahren !!! Was hier in Europa und vor allem in Deutschland abgeht ist Planwirtschaft 4.0 !! Strukturell werden die Landwirte und Forstwirte über einen kranken Markt enteignet !! Die Verschuldung steigt immer höher . Unser Fachwissen wird in Frage gestellt und alles was wir im Wald, auf dem Acker und auf dem Grünland machen wird bis ins Detail politisch geregelt und ohne sich Gedanken zu machen wie wir damit noch Wertschöpfung erreichen könnten !! Und die Gesellschaft zeigt uns allen jeden Tag da draußen das unser Eigentum als Gemeinwohl und scheinbar volkseigen angesehen wird. Also Frau Merkel , als ehemalige Bürgerin eines sozialistischen Staats ! Erklären sie uns : Welcher Baum braucht kein Wasser ? Palmen ? Zweitens : Wer wird Millionen von Bäumen von Hand in unsere Wälder pflanzen und bewässern ? Drittens : Wie wollen sie für die Betriebe damit in der Aufwuchs Zeit ( 70-120 Jahre )damit für die Waldbauern eine jährliche nachhaltige Wertschöpfung schaffen ?? Wir sollen also ohne Wertschöpfung auf unserem Eigentum Wald pflanzen und pflegen und nachhaltige Landwirtschaft betreiben damit die Gesellschaft sich mit dem billigen Tropenholz ihren Garten vollkleistern kann und sein billiges Stück Übersee Fleisch auf der billigen Übersee Holzkohle grillen kann . Und dazu soll er sich am besten noch den teuren VW kaufen , der dann womöglich noch wegen der geringeren Lohnkosten im brasilianischen Werk gebaut wurde und ohne Zölle und Steuern nach Deutschland eingeführt wurde !! Dazu fliegt er noch schön billig auf die Fidschi Inseln ( Solange die noch nicht abgesoffen sind !! ) . Später kann er ja schön billig mit der Queen Elizabeth 2 auf Kreuzfahrt gehen und besichtigen wo die Fidschi Inseln Mal waren. Man, wir zahlen jetzt alle die Zeche für unseren Nicht Nachhaltigen Billigkonsum der letzten Jahrzehnte. !! Frau Merkel , entweder sind sie sau dumm , oder sie halten uns Bauern dafür !?

von Bernhard ter Veen

Subventionen

werden dann doch sicher dem Staat selbst als oberster Forstbesitzer zugute kommen... und die kleinen bäuerlichen Wälder werden wieder mit Bürokratie und "Rattenschwanz" aussen vor bleiben. War so - ist so - bleibt so... Die bäuerlichen Waldbesitzer sollen alles aus eigener Tasche stemmen...

von Stefan Lehr

Ohne Subventionen

Man koennte auch einen grossen Teil der Schaeden ohne Subventionen beheben, oder besser vermeiden, wenn man den Waldbauern eine ordentliche Bewirtschaftung erlauben wuerde und nicht jeder Ast Totholz bejubelt wuerde. Allein die vielen Totholzbestaende im Harz sind ein perfektes Urlaubsdomizil fuer Borkenkaefer & Co.

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen