Methanol als Kraftstoff nimmt Fahrt auf

In Essen fährt seit kurzem ein Binnenschiff mit einer Methanol-Brennstoffzelle. Der Kraftstoff wird aus Wasserkraftstrom hergestellt.

Die MS Innogy in Essen ist das erste Binnenschiff in Deutschland, das mit einer Methanol-Brennstoffzelle angetrieben wird. Die nötige Energie für den gesamten Betrieb stammt ausschließlich aus regenerativen Quellen. Das Ausflugsschiff auf dem Baldeneysee ist Teil des Pilotprojekts „Greenfuel“ des Essener Energieversorgers Innogy SE. Energieträger ist Methanol, ein flüssiger Alkohol mit sehr hoher Energiedichte. Erzeugt wird dieser direkt am Baldeneysee im Innogy Wasserkraftwerk am Stauwehr. In einer zwei mal zwei Meter großen Anlage wird Kohlendioxid aus der Umgebungsluft gefiltert und mit Hilfe von Strom und Wasser zu Methanol umgesetzt. Eine Brennstoffzelle nutzt das Methanol wiederum zur Stromerzeugung auf dem Schiff und speist einen batteriegepufferten Elektromotor.

Während bei Pkw schon heute die Elektromobilität stark voranschreitet, könne es laut Innogy in vielen Bereichen der Logistik, etwa bei Schiffen, LKW und Flugzeugen, noch relativ lange dauern, bis sich auch diese rein elektrisch betreiben lassen. Hier könne die Greenfuel-Lösung schon heute eine Übergangslösung sein, um den Ausstoß von klimaschädlichen Emissionen im Verkehrssektor rasch und effizient zu senken.

Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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