Naturstrom setzt auf Biogas aus Kleegras

Der Ökostromanbieter Naturstrom hat sich nach zwei Jahren Betrieb zufrieden mit der „Vorzeige-Biogasanlage Hallerndorf“ gezeigt. Gleichzeitig warnte das Unternehmen vor Einschnitten beim Biogas im Zuge der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).

Der Ökostromanbieter Naturstrom hat sich nach zwei Jahren Betrieb zufrieden mit der „Vorzeige-Biogasanlage Hallerndorf“ gezeigt. Gleichzeitig warnte das Unternehmen vor Einschnitten beim Biogas im Zuge der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).

Der Anbieter erklärte in der vergangenen Woche, das nachhaltige Konzept in Hallerndorf sei „voll aufgegangen“. Der Ertrag liege spürbar über den Erwartungen. Im Schnitt habe man in den Betriebsjahren 2012 und 2013 mehr als 2,1 Mio. kWh Strom und fast 2,3 Mio. kWh Wärme produziert. Die Anlage wird den Angaben zufolge zu mehr als 50 % mit Kleegras sowie mit Mist und Gülle, also mit Reststoffen gefüttert. Betreiber der Anlage sind vier zertifizierte Biolandwirte und die Naturstrom AG mit Niederlassung in Forchheim.

Naturstrom-Vorstandsvorsitzender Dr. Thomas Banning resümierte, eine rundum nachhaltige Strom- und Wärmeerzeugung aus Biomasse sei im Rahmen des EEG wirtschaftlich möglich. Trotz des innovativen Charakters komme die Anlage ohne Forschungszuschüsse aus. Verbessert werde die Bilanz der Anlage durch eine sinnvolle Nutzung der Abwärme über ein Nahwärmenetz.

Angesichts der wichtigen Rolle von Biogas im Mix der erneuerbaren Energien sieht Banning die geplanten Beschränkungen für den Bau neuer Anlagen äußerst kritisch. Die geplante Deckelung des Neubaus von Biogasanlagen auf jährlich 100 MW sei unverständlich und viel zu drastisch, die möglichen Auswirkungen auf die Bestandsanlagen besorgniserregend. Um den Bestand an Biogasanlagen fit zu machen für eine flexible Einspeisung, seien vielfach Investitionen in eine neuere Anlagentechnik oder größere Speicher notwendig. Für solche Investitionen, die sich erst nach vielen Jahren auszahlten, brauche es Sicherheit - und die sei derzeit nicht gegeben.

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Artikel geschrieben von

Diethard Rolink

Redakteur Betriebsleitung

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